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Salzburg ist nicht Meran!

21 Kommentare

Bezugnehmend auf die in den SN erschienen Artikel vom 27./28., und 29.5. zum Neos-Projekt „Orangerie“ im Volksgarten und „Stadtstrand“:

1. Was Volksgarten und Hundertwasser-Allee derzeit bieten: einen idealen Standort für die Kinderstadt, das Open-Air-Kino und den Beachvolleyballplatz im Sommer; eine idyllische Location für das höchst beliebte Winterfest von November bis Jänner; außerdem einen Kinderspielplatz mit Basketballkorb, eine Minigolfanlage, einen Teich mit Fontäne und viel grüne Wiese mit wunderbarem Schatten von alten Bäumen, wo von Slackline bis Yoga für alle und alles auf sehr unaufgeregte Weise Platz ist. Für kulinarische Genüsse bzw. eine Tasse guten Kaffee sorgt ein italienisches Restaurant wenige Schritte entfernt, bzw. ein Nahversorger „ums Eck“.

2. Naherholungsgebiete „für alle und ohne Konsumzwang“ in der Stadt Salzburg: Miralbellgarten, Kaipromenade samt Böschung, Mönchsberg, Kapuzinerberg, Donnenbergpark, Krauthügel, Preuschenpark, Überfuhrsteg, Freisaal, Hellbrunnerallee, Hellbrunner Park usw., alle mit Bankerln ausgestattet.

Salzburg ist überreich an wunderschönen Orten, an denen Jung und Alt entspannen können. Nur eines fehlt Salzburg laut Neos dringend: ein betonierter Strand an einem Gewässer, in das man nicht einmal die Fußspitzen eintauchen möchte. Für so einen Betonstrand sollen – abgesehen vom beträchtlichen finanziellen Aufwand- der alte Baumbestand sowie eine gut funktionierende Entlastungsstraße für die staugefährdete Fürberg- und Aignerstraße geopfert und die Kinderstadt, das Winterfest und der Volksgarten der Hundertwasser-Allee beraubt werden.

Mein Vorschlag: weitere 10 Parkbänke am Ignaz-Rieder-Kai und ein paar Holzliegen im Volksgarten würden stattdessen das ohnehin bereits bestens funktionierende Naherholungsgebiet perfektionieren!

Alexandrea Gruchmann

Bild: Kinderstadt im Volksgarten – © Verein Spektrum

21 Kommentare zu “Salzburg ist nicht Meran!

  1. Ich muss der Autorin vollkommen recht geben, da Salzburg tatsächlich eine Stadt ist, in der man sehr viele schöne Orte kostenfrei erleben darf. Besonders der Hellbrunner Park ist eine Oase im Sommer für alle, die der Hitze nicht an einem See in der Umgebung entkommen wollen.
    Was die Autorin hier noch nicht erwähnt hat, ist der Badesee in Liefering, oder Salzachsee genannt, der auch im Sommer einen kostenfreien, mit dem Stadtbus erreichbaren Strand bietet, der nicht auf Kosten anderer Naherholungsgebiete errichtet werden muss. Auch die Badeplätze an der Ache oder dem Mühlbachkanal bieten einen Strand bei dem man sogar die Füße ins Wasser tauchen möchte. Deswegen finde ich den Vorschlag der Autorin gut und möchte meinen eigenen Vorschlag einbringen: Eine bessere Kontrolle der Hundeherrchen, die den Kot der Köter aufklauben (und manchmal auch nicht aufklauben) und eventuell an der Salzach entlang der Sonnenbänke im Sommer besonders auf das Aufräumen dieser achten um diese Liegeflächen ihrem vollen Potenzial zuzuführen.

  2. Zwei Jahre lebe ich nun schon in der Stadt Salzburg und genieße besonders die Sommer hier sehr. Aber noch nie hätte ich so etwas wie einen Stand in der Stadt vermisst… Auch ich gebe der Autorin recht. Salzburg bietet vor allem im Sommer viele schöne Orte und Plätzchen, die einem den stressigen Alltag für einen Moment vergessen lassen.
    Was fehlt sei ein betonierter Strand an einem Gewässer, der Meinung ist Neos. Ich persönlich vermisse keinen Strand in Salzburg. Wenn mir im Sommer nach einem Sprung ins kühle Nass ist, dann fahre ich viel lieber an ein verstecktes Plätzchen an einem See, anstatt an einen künstlich gebauten, betonierten Strand, der dann wahrscheinlich auch noch total überfüllt ist von Menschen. Denn so etwas bietet für mich keine Entspannung mehr. Rund um Salzburg gibt es viele wunderschöne Badeseen, für die ich gerne ein paar Minuten länger mit dem Bus fahre – Wallersee, Fuschlsee, Mattsee, Mondsee…
    Ich befinde also auch den Vorschlag der Autorin für viel effektiver. Unser Naherholungsgebiet Salzburg funktioniert auch jetzt schon – ohne betonierten Strand. Da wären in ein paar Sonnenbänkchen und Liegeflächen mehr besser investiert!

  3. Eine typische Schwäche von uns Menschen: Wir wollen immer mehr, mehr und nochmals mehr und können uns schwer mit dem zufrieden geben was wir haben. Die Stadt Salzburg zeichnet sich durch ihren ganz eigenen Charme aus und bietet unzählige Wohlfühl- und Entspannungsorte. Ein Grund dafür, dass so viele Touristen unsere Heimat im Winter als auch im Sommer besuchen, ist unter anderem ihre Vielfältigkeit. Das sind einerseits die Stadt selbst und andererseits die in wenigen Minuten erreichbaren Berge, Skipisten und atemberaubenden Seen. Warum also sollte ein betonierter Strand notwendig sein? Das einzige, was sich an der aktuellen Situation ändern würde, ist, dass sich die weiche, saftig grüne Wiese unter unserem Allerwertesten in einen harten, grauen Betonblock verwandeln würde – davon abgesehen, dass der Anblick dem historischen Stadtbild nicht wirklich schmeicheln würde.

  4. Salzburg ist eine wunderschöne Stadt, die viel zu bieten hat. Eine Stadt, die voll ist mit Touristen, aber gleichzeitig auch voll mit kreativen Köpfen. Menschen, die sich einfach zur Salzach sitzen und die Sonne genießen. Es erinnert mich an die Isle de la Cite in Paris, wenn sich Leute mit einer Flasche Wein ins Gras sitzen. Das ist eine Erholungsoase und ganz sicher besser als ein Betonstrand. Wie kommt man auf so eine Idee? Warum die grüne Wiese durch einen Betonboden ersetzen? Auch wie Herr Promegger in einem Kommentar schon geschrieben hat: diese Änderung würde auch nicht in das Stadtbild von Salzburg passen. Salzburg ist eine grandiose Mischung aus Altstadt, der Salzach und der Natur. Welche andere Stadt bietet so viele Möglichkeiten? Wir sollten dankbar dafür sein, dass Salzburg so schön grün ist!

  5. Die Stadt Salzburg ist bekannt für ihre Naturschönheiten. Diese Natur für eine Bepflasterung auf die Seite zu schaffen wäre unnütz, unnotig und nicht von der Masse vertretbar. Gerade die Natur sollte man heutzutage schützen und bewusster vertreten. Parkanlagen bieten soviel Möglichkeiten und Raum, das nicht auseracht gelassen werden sollte. Sport- und Freizeitaktivitäten sowie Erohlungsecken und Veranstaltungen im Freien können hier genauso platziert werden, egal ob der Boden nun aus Gras besteht oder aus Betonstrand, dass ist hierbei nicht die Frage. Es würden nur Mehrkosten entstehn und das Stadtbild nicht gerade ins positive verändern. Vorallem ist die Lage dafür auch nicht gut gewählt, dies wäre nur sinnvoll an einer Stelle anzubringen die man wirklich „verschönern“ möchte, wie in der nähe von vernachlässigten Wohnsiedlungen oder leerstehenden Gebieten, wo man wieder Besucher hinlocken möchte.
    Da es in Salzburg aber schöne Grünanlagen, wie Sand am Meer gibt finde ich diesen Vorschlag von den Neos wirklich fehl am Platz. Der Autor hat vollkommen Recht mit der Tatsache, dass eher was an den Sitzgelegenheiten in den Grünanlagen getan werden müsste, die kommen nämlich wirklich zu kurz. Auch die Kulinarik im Park könnte man mehr unterstützen, Angebote vor Ort im Grünen mit Imbissbuden oder Eissständen auffrischen, also man sieht, es gäbe sinnvollere Ansätze das Stadtbild zu verbessern.

  6. Ich bin in Salzburg noch ein richtiger Frischling und kenne mich hier nur teilweise aus. Ich wohne aber zu Fuß 5 Minuten vom Volksgarten entfernt.
    Auch habe ich ihn des öfteren schon besucht, vor allem jetzt im Sommer war ich oft dort. Mit der Freundin Minigolf spielen, mit den Kumpels einfach in der Wiese neben dem Wasser liegen und zwischendurch eine Runde Tischtennis.
    Ich muss sagen neben so einem schönen Plätzchen zu wohnen hat wirklich etwas Entspannendes. Neben den teilweise sehr anstrengenden Tagen tut es gut, auch wieder zurück in naturfreundlichere Zonen zu gehen. Ich halte es sowieso nicht länger in zugepflasterten Großstädten aus. Da haben wir in Salzburg schon ein wirkliches Glück. Was das Studientenleben (Nightlife etc.) angeht musste ich nach Graz schon etwas zurückschrauben, aber die Natur ist hier einmalig.
    Kapuzinerberg, Mönchsberg, die Salzach direkt durch die Stadt, sind Plätze bei denen man das Natürliche richtig fühlen kann.
    Das den Neos ein betonierter Strand fehlt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Neben dem Fluss, den naheliegenden Seen und Bädern sollte man sich kaum beklagen.
    Es ist sogar direkt neben dem Volksgarten ein Freibad mit einem Steinboden zwischen der Wiese.
    Ich wäre neugierig, welche Gründe die Partei vorzuweisen hätte, für solch eine Idee.

  7. Den Beitrag sowie das Video habe ich mit großem Interesse angeschaut und dabei eine Menge über die Idee bzw. den Wunsch von Neos, einen Strand in der Mitte von Salzburg am Salzach zu errichten, erfahren. Ich bin der Meinung, das Salzburg ohne Betonstrand gut auskommen kann, ohne Schönheit, Scharm und Attraktivität zu verlieren. Allerdings ist die Idee, einen Platz zu erbauen, um allen Salzburgern eine kostenlose Naherholungszone ohne Konsumzwang inmitten der Salzburger Stadt zu ermöglichen“, diskutabel. Das gezeigte Projekt von Architekt Lorenz Potochnik finde ich zwar sehr modern, aber passt überhaupt nicht in das Stadtbild. Gibt es noch andere Projekte zur Auswahl, welche vielleicht mit dem Flair von Salzburg eine Beziehung hat?
    Dass man mit die Straße für den Ausbau des Volksgarten opfern müsste, halte ich für irrationell.
    Vielleicht kann man mehr Bänke in den Weg entlang der Salzach auf beiden Seiten aufstellen. Das wäre aus finanziellen Sicht auch vernünftiger.

  8. Ich bin gebürtige Salzburgerin und stimme der Autorin vollkommen zu. Salzburg hat ein unheimlich Großes Angebot an Erholungsgebieten im Stadtraum, sogar einen kleinen Naturstrand an der Salzach in Elsbethen.

    Einen betonierten Strand zu bauen finde ich absurd und es stellt sich für mich die Frage ob die NEOS damit Salzburg um eine weitere Touristenattraktion bereichern wollen?

    Aber auch den Standort würde ich schrecklich finden. Der Volksgarten bietet seit Jahren eine entspannte Kulisse für verschiedenste Events. Ein Platz an dem soziale Interaktion abseits des Einkaufszentrums stattfindet.
    Um diesen Ort sollten die Menschen die in dieser Stadt leben nicht beraubt werden.

  9. Also ein Strand ist meiner Meinung nach nicht nötig. Für ein wirkliches Stranderlebnis kann man entspannt nach Italien fahren oder die wunderbaren Plätze um Salzburg nutzen. Die Königseeaache, in der man sich treiben lassen kann und der Chiemsee, in den man z.B. Übersee sehr weit ins Wasser gehen kann, mit Volleyball oder Fußballspielen und Strandparty feiern.
    Wenn ich mit einen Betonierten Strand usw an der Salzach entlang vorstelle wird dieser höchstwahrscheinlich sehr touristisch genutzt und der Volkgarten bietet nicht mehr die gewohnte Atmosphäre.

  10. Ich denke nicht, dass sich irgendjemand gerne auf einem Betonstrand entspannt. Beton wird sowieso langsam alt. Er kann zart, aber auch klobig gebaut werden, und das sieht dann schnell unschön aus. Beton ist ein fantastisches Produkt, aber auch nur in bestimmten Klimaten. Die Wärmedämmeigenschaften von Beton sind nicht ausreichend und wer ein Haus aus Beton baut, braucht eine zusätzliche Wärmedämmung. Dann kann es zwar auch in einem kalten Betonhaus angenehm kuschelig werden, aber der Preis ist dann auch dementsprechend hoch. Am Schallschutz eines Betonhauses kann man sich noch am ehesten erfreuen, trotzdem wird man sich die meiste Zeit wie in einem Stahlbetonkäfig in seinem Haus aus Beton fühlen.

    Beton ist wie gemacht für Serienprodukte und für den Industriebau, aber doch nicht für einen Strand in der Salzburger Altstadt.

    Es ist natürlich viel leichter, im rechten Winkel zu bauen, aber wir wollen nicht mehr in einer rationalen Schachtel leben und arbeiten. Wir wollen zurück zur Natur, und ein Betonstrand ist bei diesem Vorhaben fehl am Platz.

  11. Ich komme aus Südtirol und studiere derzeit in Salzburg. In meinem ersten Sommersemester war ich überrascht davon, wie viele Leute sich plötzlich überall in Salzburg tummelten. Es schien, als sei eine ganze Stadt vom Winterschlaf erwacht. Während ich im Winter oft nach gemütlichen Plätzchen suchte, aber aufgrund der kalten Temperaturen bald wieder zurück in mein Studentenheim flüchtete, konnte ich mich im Frühling gar nicht mehr entscheiden, wo ich hinfahren sollte. Plötzlich ergaben sich überall Möglichkeiten, sich hinzusetzen und die Sonne zu genießen. Am liebsten fahre ich an schönen Tagen einfach mit dem Fahrrad den Radweg an der Salzach entlang, wo sich immer wieder gute Gelegenheiten zum Anhalten bieten, wie etwa der schon in anderen Kommentaren erwähnte Salzachsee, beliebige von der Sonne gewärmte Steine am Salzachufer, zahlreiche Sitzbänke, oder auch das in die entgegengesetzte Richtung gelegene Waldbad in Anif (wobei man in jenem Fall etwas länger in die Pedale treten muss). Aber auch inmitten der Stadt bietet das begrünte Salzachufer ein gemütliches Örtchen für eine Pause. In Meran gibt es zwar auch begrünte Ufer, aber eben auch einen betonierten „Strand“. Dieser in Stufen angelegte Strand ist vielleicht recht praktisch zum Sitzen, vorausgesetzt, man setzt sich lieber auf Beton als auf Gras. Auf jeden Fall halte ich es nicht für notwendig, in Salzburg solch eine Alternative anzubieten. Besonders, weil es im Sommer wohl nichts gemütlicheres gibt, als sich einmal auf den Boden zu setzen, wo dieser endlich frei von Schnee und ausnahmsweise mal nicht nass ist.

  12. Naherholungsgebiete in einer Stadt sind so essentiell wie ein Krankenhaus, eine Stadtverwaltung oder die Feuerwehr. Ohne sie wäre eine Stadt weniger lebenswert. Ein Vorschlag wie hier, der einen künstlichen Betonstrand fordert, welcher jedoch zu Lasten mehrerer anderer bereits vorhandener natürlicher Bereiche geht, das ist für mich ein wahres Unding und zeigt wenig Einfühlungsvermögen einer Partei für die Bedürfnisse der Menschen ihrer Stadt. Vor allem mit dem Blick auf die vielen verschiedenen Seen und Freibäder in der Umgebung Salzburg die einem sogar echtes Strandfeeling geben können.
    Das beste Beispiel / oder auch Vergleich wäre für mich ein Zerstören des Englichen Gartens in München um Wohnfläche zu gewinnen. München, eine Stadt mit einem Wohnmangel wie kaum eine andere Stadt pflegt in ihrem Herzen ein gewaltiges Parksystem das es seinen Bewohnern ermöglicht innerhalb einer Großstadt tatsächlich das Gefühl von Natur zu bekommen. Hier wurden sogar Schritte unternommen den kanalisierten Eisbach wieder in ein natürlicheres Bett umzuwandeln, um den Bewohnern die Natürlichkeit noch mehr zu gewährleisten. Das ist für mich Verständnis.

  13. Als ich vor vier Jahren, das erste Mal nach Salzburg kam, war ich erstaunt wie viele grüne Oasen der Ruhe Salzburg doch hat, wie zum Beispiel der Mönchsberg oder der Kapuzinerberg.
    Meinung der Neos: weitere 10 Parkbänke am Ignaz-Rieder-Kai und ein paar Holzliegen im Volksgarten würden stattdessen das ohnehin bereits bestens funktionierende Naherholungsgebiet perfektionieren!

    Ich finde es falsch noch weiter Parkplätze zu errichten, da es so viele schöne Ort in der Stadt Salzburg gibt, die man auch ohne Auto leicht erreichen kann, so wie zum Beispiel der Hellbrunner Park mit seiner Alle. Ein weiterer schöner Ausflugziel mit dem Fahrrad aber auch mit dem Stadtbus leicht zu erreichen, ist der Salzbachsee in Liefering. Aber auch die Badeplätze an der Ache oder dem Mühlbachkanal bieten einen Strand, bei dem man sogar die Füße ins Wasser tauchen kann.

  14. Ich lebe nun schon seit vielen Jahren in Salzburg und noch nie hatte ich das Bedürfnis nach einem betonierten Strand. Es gibt genügend Orte, an denen man sich an einem Gewässer entspannen und die Seele baumeln lassen kann. Viel lieber sitze oder liege ich im Sommer auf einer Wiese unter einem Baum, als auf unwirtlichem Beton. Salzburg ist eine sehr grüne Stadt mit vielen kleinen Oasen. Das ist etwas sehr Besonderes an Salzburg und ich finde es schade, wenn – aus welchem Grund auch immer – Grünflächen weniger werden.
    Ich finde den Vorschlag der Autorin nach mehr Bänken und Sitzmöglichkeiten gut und unterstütze auch sehr die Anmerkung im ersten Kommentar, in der das Augenmerk auf das Aufräumen und sauber Halten der Grünflächen liegt.
    Ich genieße Salzburg mit seinen vielfachen und verschiedenartigen Wassererlebnissen so, wie es ist. Der Salzach bei ihrem schweren Treiben von einem schattigen Bänklein aus zusehen, sich im eisigen Almkanal treiben lassen oder sich den überraschenden Erfrischungen des Erzherzogs in Helleren aussetzen.

  15. Interessiert habe ich die Kommentare der User über mir gelesen und konnte erleichtert feststellen, dass meine Einstellung zu der Thematik geteilt wird. Nachdem ich die Entwürfe, die die NEOS präsentiert haben, sowie die Pläne zur Umstrukturierung des Verkehrs bzw. der Autos gegoogelt habe, finde ich den Vorschlag noch abwegiger.

    Kurz musste ich an Wien, und an den Donaukanal denken. Nur Beton, und doch im Sommer tagsüber und abends erst recht voll von Leuten, die zum Beispiel am Tel Aviv Beach oder in der Strandbar Herrmann die Zehen in den Sand stecken und einen Cocktail trinken oder mit selbst mitgebrachtem Dosenbier die Füße über der Donau baumeln lassen. Dies erreicht im jährlich stattfindenden Donaukanaltreiben seinen Höhepunkt. Und das gehört für mich in Wien dazu.

    In Salzburg sehe ich das jedoch anders. Wie die Autorin erwähnt hat, gibt es in Salzburg genügend Naherholungsgebiete „für alle und ohne Konsumzwang“. Wenn es mal warm ist und nicht regnet, hatte ich in Salzburg noch nie ein Problem damit, einen Ort zu finden, an dem ich mich in die Sonne setzen möchte, ohne etwas konsumieren zu müssen. Allen voran das Ufer der Salzach. So eine Beschwerde habe ich auch noch von keiner/keinem anderen gehört, die/der in Salzburg lebt. Und wenn ich auch den Donaukanal in Wien schätze, finde ich, dass Salzburg so etwas nicht braucht, schon gar nicht auf Kosten der Hundertwasser-Allee im Volksgarten. Man muss nicht immer etwas ändern wollen und sich an anderen Städten orientieren, sei es Wien oder Meran, wenn ein Aspekt in der eigenen Stadt einfach mal ideal ist.

  16. Meiner Meinung nach steigert sich besonders im Sommer die Lebensqualität in Salzburg. Die grünen Oasen, die sehr gleichmäßig in der Stadt verteilt sind, laden Anwohner sowie Touristen zum Verweilen ein. Ich genieße es besonders im Sommer mit dem Rad zur Universität zu fahren. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass viele Radwege baufällig oder gar nicht vorhanden sind. Einen Betonstrand mit einem künstlich angelegten See finde ich absolut unnötig, da zahlreiche Seen in der Umgebung gut erreichbar sind. Des Weiteren würde ich mir mehr fahrradfreundliche Wege wünschen, da die Touristen in der Stadt einem oft die Zufahrt verwehren. Zudem würde es helfen, die Radwege klar anzuschreiben, da es immer wieder vorkommt, dass sich Touristen auf dem Fahrradweg aufhalten. Die Autorin spricht von mehr Parkbänken, die in der Stadt aufgestellt werden sollten. Hier kann ich nur zustimmen, da eine Parkbank an der Salzach zu ergattern schon fast als Sport angesehen werden kann. Zudem würde ich mir wünschen, dass die Stadt die Steuergelder adäquater investieren würde. Zugängliche Badeplätze an Seen wäre da ein guter Anfang.

  17. Das Projekt ist, wenn auch schon nicht mehr ganz taufrisch, symptomtisch für die Einstellung, mit der in Salzburg an Stadtplanung herangegangen wird. Bereiche, die für alle und wie die Autorin so schön schreibt, unaufgeregt gut nutzbar sind, sollen in großen Hau- Ruck- Aktionen „aufgewertet werden. Dabei wird weder über den Bedarf noch über die Positionierung wirklich nachgedacht. Dass ein so großes Projekt in genau jenem Stadtteil angesiedelt wird, spricht Bände über die implizierte Wertigkeit der Stadtteile bei der Planung. Zusammenfassend kann man das Projekt als teuer, unnötig und eher hässlich bezeichnen.
    Der Vorschlag, ein paar Bänke aufzustellen, geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung, ist aber natürlich etwas überspitzt formuliert. Grüne Naherholungsgebiete gibt es in Salzburg genügend, nun wäre die einladendere Gestaltung der Altstadt an der Reihe. Wer den Altstadtflair verbessern möchte, sollte sich darum kümmern, dass die zentralen Plätze Salzburgs auch Verweilräume für jene werden, die gerade nichts für Kaffee bezahlen wollen oder können. Hierfür müsste man in erster Linie ernsthaft die Autos aus der Innensatdt verbannen (ein heikles Thema in Salzburg). Aber schon ein paar Bäume und Sitzgelegenheiten hier und da würden für wenig Geld viel verändern. Dann würde sich womöglich auch ein sinnvoller Platz für die zehn Bankerln finden.

  18. Ich kann der Autorin des gelesenen Artikels nur zustimmen. Unsere wunderschöne Stadt braucht keinen künstlich angelegten Betonstrand. Der Ansatz ist im Prinzip nicht so verkehrt, aber die Ideen für die Umsetzung sind einfach undenkbar. Die Idee den Böschungsbereich der Salzach benutzerfreundlicher zu machen, finde ich toll, aber nicht durch eine Betontribüne, wie es die Animation im Artikel zeigt. Weiters würde es das schöne Stadtbild zerstören, welches unsere Stadt auszeichnet. Vielmehr würde ich mir natürliche Ab- und Aufstiegshilfe wünschen, denn manche schöne Plätzchen entlang der Salzach wirken schier unerreichbar. Ich glaube, durch diesen Strand würde man die Naherholungszone Salzach zu einem weiteren Touristenziel der Stadt machen.

    Geheimtipp: Aufsatteln und der Glan flussaufwärts folgen, währenddessen einfach genießen, ruhiges und schönes Plätzchen finden und die Fußspitzen eintauchen nicht vergessen.

  19. Eigentlich ist es keine schlechte Idee, als Stadt zu zeigen, dass auf Naherholungsgebiete Wert gelegt wird. Doch muss hier auf Bauideen zurückgegriffen werden, die anderorts funktioniert haben?
    Sicher wurde Meran durch seine Stadtstrand-Anlagen aufgewertet, doch die Situation in Salzburg ist ganz anders. Die Stadt ist bereits ein begehrtes Reiseziel, außerdem gibt es, wie von Frau Gruchmann beschrieben, bereits eine Vielzahl an schönen Orten in der Salzburger Natur, die Naherholung bieten.
    Der Zweck des Projekts geht somit wohl nicht weit über eine Veränderung des Salzburger Stadtbilds und einen Moment der Neos an der Sonne hinaus.
    Einen Betonstrand an die Salzach zu bauen, die zum Baden äußerst ungeeignet ist, kommt mir wie ein peinlicher Vorschlag vor, mit dem die Neos ihren guten Wille bezüglich städtischer Erholungsgebiete und BürgerInnennähe beweisen wollten und der ohnehin nie eine Chance auf Umsetzung hatte.

  20. Das Wort Beton lößt anscheinend in vielen eine unbequeme, hässliche, harte Assoziation aus. Beton kann aber auch fließend, organisch und natürlich sein!

    In unserem Garten haben meine Eltern vor ein paar Jahren aus Beton einen sich durch den Hang schlängelnden Wasserfall gebaut. Das Wasser entspringt aus einem Pumpsystem und fließt dann zwischen kleinen, runden „Beton-Steinen“hinab in ein Biotop, ebenfalls aus Beton. Nichts ist gerade und statisch. Meine Eltern haben den Beton mit ihren Händen geformt und ihn so in ein organisches, fließendes Element verwandelt. Heute, nach 5 Jahren, sind die „BetonSteine“ komplett in der Flora und Fauna des Gartens eingebettet. Gräser haben den Beton ummantelt, Bienen machen auf der nassen Oberfläche rast und können trinken…. Menschen die den Garten meiner Eltern betreten, können oft nicht glauben dass es sich bei diesem Wasseridyll um Beton handelt.

    Gegen einen „BetonStrand“ an der Salzach habe ich also nichts einzuwenden. Auf Beton lässt es sich besser liegen als auf den ungemütlichen, kleinen Steinen am Ufer. Warum sich nicht in der Salzach erfrischen? Die Temperaturen werden immer höher und in der Innenstadt arbeitstätige Menschen könnten sich an solch heißen Tagen in ihrer Mittagspause erfrischen.

    Allerdings würde ich den Strand irgendwo zwischen Karolinenbrücke und Lehenderbrücke einplanen. Den Volksgarten zu „opfern“ wäre nicht sinngemäß.

  21. Ich kannte das damalige Projekt eines Stadtstrandes nicht und bin auch skeptisch gegenüber einem Betonieren eines Stücks Salzachufer. Der Fluss hätte im Gegenteil Renaturierung dringendst nötig, um von einem toten Kanal zu einem Naturerlebnis in der Stadt zu werden, siehe Isarrenaturierung in München. Gäbe es so etwas in Salzburg, selbst wenn nur in kleinen Bereichen, würde das wahrscheinlich viel bewegen. Dann würde man vermutlich auf nicht nach einer Betonfläche suchen, um am Fluss zu sein. Ein Lokal wie die Strandbar Hermann am Donaukanal in Wien bei der Urania wäre dann dazu noch eine gute Sache. Ein winziges positives Beispiel ist für mich etwas außerhalb der Stadt Salzburg, in Elsbethen, die Mündung des Klausbachs in die Salzach. Dort hat sich im Mündungsbereich ein ganz kleines Stückchen naturnahes Feeling an der Salzach entwickelt. Es ist für mich interessant zu beobachten, wie viele Menschen in Folge von so einem kleinen Stückchen Ufer angezogen werden, dort zu verweilen, auf einem Stein Platz zu nehmen, zu lesen, zu arbeiten, zu angeln, sich zu sonnen etc. Überall sonst gibt es ein solches Innehalten nicht, nur Bewegung, Vorbeiradelnde, Laufende, E-Scooternde etc.

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