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Architektur Stadt Land Gesellschaft

kreislaufPLANET_maxRIEDER_12030214_

Ecology-Sustainability 2014

129 Kommentare

Interdisciplinary experimental lectures
IKA, Academy of Fine Arts, Vienna

Josef Fröhlich, Barbara Imhof, Thomas Proksch, maxRIEDER

Ecology is about the interplay and the reciprocities of all organisms and their environments. This course discusses the interrelation of human beings with their manifold environments from thinking about urban systems (e.g. the city as a spaceship) to the ecology of the mind – and thus understands ecology as a foundational concept for the architectural discourse. It explores its potentialities with regard to contemporary design practices. The course shall lead towards a broader understanding of the complex environmental function of architecture and an architectural practice of a multidirectional ecological awareness.

The class is set up in a new format of interdisciplinary discussions and exchange. It will be organized in correlation with the courses in the field of Sustainability.

The nature of the debate about sustainability in the realm of architecture is often simplistic and single-tracked though architectural projects generally constitute interventions within complex systems – such as the city. Complex systems are characterized by emergent patterns, where complex structures can arise in an unpredictable fashion from simple rules. How to lay out, under such conditions, a planning process that leads to architectural contributions of persisting impact? This course engages in the discussion about the cultural and social dimensions of sustainability, which includes questions on innovation processes, social compatibility, ecological compatibility and economic development.

The class is set up in a new format of interdisciplinary discussions and exchange. It will be organized in correlation with the course Ecology.

Akademie der bildenden Künste Wien
IKA – platform Ecology-Sustainability-Cultural Heritage – Univ.Prof. Hannes Stiefel

Content following as summary and pdf-download
As well Call of papers and comments

Kickoff 10.03.2014

Kickoff Josef Fröhlich
Kickoff Barbara Imhof
Kickoff Thomas Proksch
Kickoff maxRIEDER

Session1 17.03.2014

Text Ecosust maxRIEDER
Images Ecosust maxRIEDER
Presentation Thomas Proksch

Session2 31.03.2014

Abstracts Ecosust maxRIEDER
Presentation Ecosust maxRIEDER
Presentation Ecosust Josef Fröhlich

Session3 07.04.2014

Presentation Thomas Proksch
Presentation Josef Fröhlich

Session4 12.05.2014
Presentation Barbara Imhof
Presentation Josef Fröhlich

Session5 13.05.2014
Presentation Barbara Imhof Part II
Presentaion Thomas Proksch

Final 26.05.2014
Presentation Barbara Imhof III
Presentation maxRIEDER
Abstracts maxRIEDER

ECOSUST SUMMARIES
SUMMARY Josef Fröhlich
SUMMARY Barbara Imhof
SUMMARY Thomas Proksch
SUMMARY maxRIEDER

129 Kommentare zu “Ecology-Sustainability 2014

  1. Avatar von Doris Scheicher

    Es besteht der Wunsch der Stadtverwaltung von Bruck a.d. Mur, das Stadtzentrum so aufzuwerten, dass es für die (jungen) Leute attraktiv wird und zum Verweilen einlädt. Das Alkoholverbot im öffentlichen Raum von Bruck wird als Begründung herangezogen, dass dem nicht so ist. Jedoch verbirgt sich hinter dem augenscheinlichen Argument ein tiefergehendes Problem: eine Animations-verwöhnte Gesellschaft.

    Kreativität bedeutet die Fähigkeit aus nichts etwas zu machen. Diese Fähigkeit besitzt jeder Mensch von Natur aus. Wird die Kreativität jedoch nicht gefördert, verlieren wir diese Fähigkeit nach und nach. Wir sind einer Unterhaltungsindustrie ausgeliefert, die kaum Raum bzw. Bedarf für kreative (Frei-) Zeitgestaltung offen lässt. Unter der Flut von Attraktionen verlernen wir die Fähigkeit, uns selbst zu beschäftigen. Ständig brauchen wir einen legitimen Grund, irgendetwas zu tun. Nichts tun geht auch nicht, denn die Gesellschaft sagt dir dann, du bist faul. Und wer will schon faul sein? Wir haben also auch selten die Möglichkeit, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Eine weitere Option wäre, uns miteinander zu beschäftigen. Dies scheint uns ohne die Flasche Wein aber wenig attraktiv.

    Wir sehen also die Aufgabe des Architekten oder Landschaftsplaners darin, unseren öffentlichen Raum mit (noch mehr) Attraktionen auszustatten, also den Genius Loci so zu gestalten, dass jeder seinen Grund, den Platz zu besuchen, auf dem Silbertablett serviert bekommt.

    Stattdessen könnten wir aber auch für die Geistesgegenwart unserer Mitmenschen plädieren, ich nenne es mal den „Genius Socii“.

    Mit dem Begriff „Mindfulness“ (Geistesgegenwart) hat Max Rieder in der Vorlesung die Fähigkeit beschrieben, auf unterschiedliche Einflüsse zu reagieren. Wir wünschen uns eine Gesellschaft, die es versteht, sich mit dem Vorhandenen auseinanderzusetzen. Hier ist die Kreativität gefragt, also die Fähigkeit aus nichts etwas zu machen. Doch anstatt uns mit nichts zu begnügen, können wir uns mit nichts mehr begnügen.

  2. Avatar von Uli Hartmann

    Das Entwerfen oder Setzen eines neuen Bausteins in ein bestehendes Umfeld erfordert eine einfühlsame Betrachtungsweise. Nicht nur die Aspekte, die man unter „genius loci“ versteht, sondern noch mehr der humane Maßstab, den Thomas Proksch in seiner Vorlesung erwähnt hat, ist maßgebend.
    Bei gerade diesem Vorhaben habe ich manchmal das Gefühl, dass manche Architekten oder Bauherren den Maßstab ihres Projekts nicht im Auge behalten. Persönlich empfinde ich eine integrative Bauweise und ein Erscheinungsbild eines Bauwerks, das im Zusammenspiel mit seiner gebauten Umwelt einen Gesamteindruck erzeugt, als harmonisch.

    Daher möchte ich gerne die „Donau City Towers“ von Dominique Perrault ansprechen. Wie ich schon durch mehrere Gespräche herausgefunden habe, wundern sich einige Leute, weshalb ein Hochhaus, das nur eine variiert ausgeführte Fassade hat, so frei an der Donau stehen kann. Doch hat Perrault eine Dialogform, also einen zweiten Turm gegenüber, geplant. Damit entsteht ein in sich geschlossenes Konzept.
    Nun mag es für den Bauunternehmer sicher ein lukrativer Akt gewesen sein, einen besonders hohen Turm zu planen. Auch könnte man sich städtebaulich eine Wolkenkratzer-Skyline entlang der Donau in Zukunft gut vorstellen. Viele Städte bauen ihre Wasseradern mit prominenten Bauwerken aus. Gerade an diesem Punkt, wo sich richtungsweisende Entscheidungen für die Donauregion nähern, würde ich gerne wissen wo die Reise hinführt.
    Noch dazu ist die Donauinsel ein Naherholungsgebiet und birgt eine Landschaft mit einem Wechselspiel zwischen ruhigem Flussgewässer und einem detailliert geplanten Freiraumkonzept.

  3. Avatar von wolfgang novotny

    Über Landschaft und Natur:
    Landschaft und Natur sind zwei divergente Konstrukte, die man nicht miteinander gleichsetzen und idealisieren kann. Die von Lucius Burckhardt bezeichnete „liebliche Landschaft“, in gewisser Weise die „ideale“ Landschaft, ist eine vollständig subjektive Vorstellung und abhängig von Kultur, Eindrücken der Vergangenheit, Erzählungen, Selektionsmechanismen, etc.
    Somit ist Landschaft nicht als begehbares Terrain, belebt von Tieren zu sehen, sondern nur ein Bild oder Spiegel unser selbst.
    Oftmals wird genau das als natürlich betrachtet, dass unberührt vom Menschen scheint, doch wahrscheinlich existiert kein Teil der Erde, auf dem das mehr zutrifft.
    Warum suchen wir dann nach dem Bild der Unberührtheit und Wildnis? Weil wir das Gefühl haben Schuld zu sein an der Zerstörung genau dieser? Doch darf Kultur und Natur mit einem idealisierten Bild getrennt werden?
    Natur wird oft als Objekt gesehen mit einem Subjekt als Gegenüber, dem Menschen als Teil der Kultur. Doch ist Kultur von Natur nicht unabhängig und wir müssen damit umgehen, denn so etwas wie eine künstliche Landschaft oder „2nd Nature“ existiert bereits, mit dem Menschen als Teil davon, der damit bestmöglich umgehen muss.
    Denn Natur besteht und vergeht. Es liegt an uns das zu nutzen uns anzupassen und das Gleichgewicht zu halten.. .wie war das mit den Bienen nochmal?

  4. Avatar von marlene lübke-ahrens

    wege in die zukunft
    raum ist ein begrenztes gut, vor allem in großstädten. um diesem problem bzw. dieser herausforderung entgegen zu treten, kann man sich entweder in die dritte dimension, in die vertikale weiter ausbreiten oder man fängt an unsere art des wohnens zu überdenken und zu hinterfragen. unsere zukunft liegt in modernen wohngemeinschaften, die raum für privatssphäre schaffen und orte für gemeinsame treffpunkte bieten und nicht in vor sich hinvegetierenden single-wohnungen mit vereinsamungscharakter. küchen, waschräume oder aufenthaltsräume werden gemeinsam genutzt, schaffen interaktionen zwischen den bewohnern und fördern so auch die soziale gemeinschaft, selbst in der großstadt. so können die bewohner sich gegenseitig unterstützen und bilden mehr zusammenhalt, formen eine gemeinschaft.

  5. Avatar von Matej Malenka

    Soweit ich das Konzept „CITY AS A SPACESHIP“ gut verstanden habe, liegt der Schwerpunkt dieser Idee im Entwurf einer isolierten Welt, in der die Produktion, der Konzum und die Recyklation des Abfalls der Stadtgesellschaft stattfinden soll ohne die Umbegung zu beeinflussen.
    Jedoch jeder Teil dieser Spaceship muss in erster Linie produziert werden und dann auf die Orbit gebracht werden, wobei dieser Entstehungsprozess in Widerspruch zu dem Konzept der Ökologie steht.
    Wie kann daher so ein System entstehen sodass die ökologische Herausforderung berücksichtigt wird? Genau so wichtig wie die Ökologie des Betriebs, muss die Ökologie der Produktion und der Recyklation des Systems selbst behandelt werden. Wozu wäre eine Zero-Emission-Stadt wenn die Produktion und die Entsorgung des Systems noch mehr Schaden anrichtet? Das mag eine Frage der Produktionsmethoden und den verwendeten Materialen sein, die recyklierbar oder biologisch abbaubar sind. Dies trifft aber die heutige Raumfahrt nicht zu.

    • Avatar von Matej Malenka

      Wie viel ist genug?

      Heutige Schlagwörter wie „100% Effizienz“, „absolute Nützung des Potenzials“ oder „maximale Produktivität“ beschreiben ein Grenzzustand, welcher, in meiner Sicht, inkompatibel mit einem ökologischen System ist. Eine Schlüsselfrage, die heute keiner fragt, ist: „Wie viel wird tatsächlich gebraucht?“ Erst von der Antwort auf diese Frage sollte sich der Produktivitätsleistung entfalten um der, heute so ignorierter Überprodukzion und Verschwändung vorzubäugen. Absolute Ausnützung des Potenzials hat zusätzlich noch die Konsequenz, dass die Quelle des Potenzials erschöpft wird, was zur langfristigen Schaden führen kann.

      Daher will ich die folgenden Fragen stellen:
      Wie viel Nahrung wird tatsächlich gebraucht, sodass alle gefüttert werden?
      Der Überproduktion und Verschwändung sowie der Obesität sind wir doch alle bewusst.

      Wie viel elektrischer Energie brauchen wir?
      Der steigende Bedarf nach Energien ist der Notwendigkeit weit entfernt.
      Der Energieverbrauch ist Größtenteils durch unverantwortliche Ignoranz verursacht, wie wenn am hellen Tag ein Büro mit künstlichem licht beläuchtet werden muss weil keine Fenster vorhanden sind oder verblendet wurden um die Klimaanlage wirksam zu machen.

      Wie viel Komfort ist notwendig um einen anständigen Leben zu führen?
      Brauchen wir tatsächlich in den Wintertagen (0°C) in unserem Haus (+22°C) ein Kühlschrank (+4°) und ist es nötig die Lichter, mit den Energiesparlampen jetzt die ganze nacht brennen zu lassen nur weil sie „sparlampen“ heißen?

      Leider scheint die post-moderne Lebensweise ein reiner Überschuß und Verschwändung zu sein, entfremdet von realen Werten, überfüllt mit Selbstsucht und Ignoranz. Der steigende Lebensstandard geht hand in hand mit noch mehr Verschwändung und überflüßiger Produktion.

      • Avatar von Matej Malenka r0927580

        Die Forschung komplexer Systeme beschäftigt sich nur mit der Beobachtung und Analyse solcher Systeme und strebt danach, diese zu begreifen und zu beschreiben. Komplexe Systeme sind momentan so unfassbar, dass kein produktiver Einsatz, noch zielgerichtete Abänderung eines Systems möglich ist da die Komplexität keine Annahmen oder Erwartungen eines gewünschten Effekts zulässt. Um mit der Umwelt keine Roulette zu spielen, darf ein ökologisches System nicht aus komplexen Systemen bestehen. Die Komplexität kann dadurch ausgeschaltet werden, wenn jedes einzelne Bestandteil eines nachhaltigen Systems in sich ökologisch abgeschlossen und gelöst ist, sodass schließlich keine generelle ökologische Aspekte des Gesamt_Systems gelöst werden müssen. Ein nachhaltiges System muss daher aus einfachen Systemen bestehen, welche mit der Idee der Ökologie kompatibel sind.
        Jede „ökologische“ Intervention, bei der Mitteln und Maßnahmen, die in absolutem Widerspruch zu ökologischen Ideen stehen, kann nur schwer der ursprünglichen Intention treu bleiben.
        Beispiel dafür ist der Einsatz von den sogenannten Smart_Lösungen, die an den modernen Technologien basieren. Für die Herstellung aller elektronischen Komponente werden Materialen und Technologien verwendet, die absolut unökologisch sind. Ein System, das die Energieverschwendung regulieren soll ist aber von Anfang an mit Verschwendung verbunden. Solange die eigentliche Elektronik nicht ökologisch recykliert, wiederverwendet oder biologisch abgebaut werden kann, darf diese nicht einer größeren ökologischen Idee dienen.

    • Avatar von Matej Malenka r0927580

      Es heißt: „Selbstorganization ist ein grundlegendes Prinzip zur Bildung komplexer Strukturen“ und genauso wie in Physik, alles nach seinen OPTIMALEN energetischen Zustand strebt, gilt dieses Prinzip auch für komplexe Strukturen wie die menschliche Gesellschaft oder die Organisation einer Städte. Alle andere „künstliche“ Zustände entfernen sich von dem Optimum weg.
      Zusätzlich ist ein selbstorganisiertes System viel flexibler und reagiert schneller, spontaner und angemessener auf mögliche Änderung in bestimmenden Umständen.

      „In Prozessen der Selbstorganisation werden höhere strukturelle Ordnungen erreicht, ohne dass erkennbare äußere steuernde Elemente vorliegen.“
      Tatsächlich steht dem Selbstorganisationsprinzip der Planer (Besserwisser) entgegen, der mit seinem Entwurf in erster Linie die Selbstorganisation ausschalten will um seine Vorstellung vom optimalen Zustand realisieren zu können. Oft haben diese künstliche systeme nur eine sehr kurze Lebensdauer oder fordern großen Aufwand um aufrecht erhalten zu werden.

  6. Avatar von mitchtokita

    Einfamilienhaus versus Gemeinschaftliches Wohnen

    Der Traum vom klassischen Einfamilienhaus für jeden ist in ökonomischer und ökologischer Sicht heute nicht mehr tragbar. Wovon wird der Mensch bei seinem Traum beeinflusst? Warum haben Menschen verschiedene Ideale und woher kommen diese? Das klassische Lebensziel vieler Menschen in westlichen Ländern ist noch immer Familie, Job, Auto und Haus zu vereinen.
    Für viele mag der Traum vom Haus in Wirklichkeit nur ein Ideal sein, das aus Medien wie Fernsehen, Zeitschriften und Büchern suggeriert wird und aus dem kollektiven Unterbewusstsein gespeist wird. Scheinbar haben Medien in diesem Bereich einen großen Einfluss und diese scheinen eine interdependente Beziehung mit der Gesellschaft und dem gemeinschaftlichen Bewusstsein zu haben. Es wird geschrieben und verfilmt was Menschen beschäftigt und indem wir die Medien rezipieren schaffen wir einen autopoetischen Kreislauf. So spiegelt dieser Prozess wider was auch in der Natur des Menschen auf sehr vielen Ebenen passiert, Prozesse in der Natur reproduzieren sich selbst. Da stellt sich die interessante Frage wann und warum passiert ein Paradigmenwechsel, ein Sprung in der Evolution? Ich denke das Haus, die Urhütte ist so präsent, weil es ein sehr alter und stark verwurzelter Archetyp ist, der ein Grundbedürfnis nach Schutz und Geborgenheit. Solange ein Großteil der Menschen in sehr starren Formen ihren Lebensalltag leben, nur arbeiten um ihr Geld zu verdienen und ihren eigene Mikrokosmos im Blickfeld haben, werden viele nicht über ihre Lage in einem größeren Kontext reflektieren, werden die Bedürfnisse ähnlich bleiben und die Medien werden weiterhin das Ideal vom Einfamilienhaus, das sehr gut in den individuellen Mikrokosmos passt, nähren. Architekten können positive Impulse setzen und gute Alternativen anbieten, doch müssen sich auch die Benutzer ändern. Ich denke es geht hier um eine Gesamtgesellschaftliche Veränderung, die alle Lebensbereiche betrifft, wo Menschen Zeit und Raum für Individualismus haben und Zugang zu einer eigenen und anderen Lebensweise finden, der wiederum von Architekten aufgenommen und weiterentwickelt werden kann.

  7. Avatar von Nefi Noufal r1370163

    Cardboard to Caviar closed loop systems:

    In today’s society waste seems to be one of the biggest contributors to problems of sustainability and conservation. Waste comes in all forms be that wasteful food, material usage in buildings, water and energy just too name a few. Dealing with the bigger picture is obviously the first thing that comes to mind when solutions are being sought for more sustainable living. I think starting with small, local improvements could lead to a better understanding of the true impact waste has on our planet.
    Eco-freindly materials are the new thing driving everyone’s decision making. Is this paper bag better than a plastic one? or is this biodegradable material more energy efficient in the long run? and so on. In reality, everything comes from the environment at some point in its life and it all depends on the way one uses it. Paper bags, cardboard boxes are the clear option when it comes to choosing plastic or paper. However, filling up a landfill with tons and tons of cardboard boxes that are biodegradable will not do any good to the environment when dumped into a massive airtight, anaerobic landfill where it can’t breathe. So why not recycle it. Literally using the method of Taking to Give can create much more sustainable systems within a closed loop system. One of these examples is one demonstrated by Michael Pawlyn called the Cardboard to Caviar system. In this particular example people were paid to collect waste cardboard and paper from restaurants, they then shredded the cardboards and paper and sold it to equestrian centres as horse bedding. The horses would soil it and when it was no longer of use people were paid to come and collect it again. At this stage the soiled cardboard was taken to a worm composting system where this soiled cardboard was used as „feeding ground“ for producing worms. These worms were then fed to fish in a fish farm, which produced caviar. This caviar was then sold back to the restaurants from which the cardboard was taken.
    This prime example of a closed loop system not only recycles cardboard but also gives people jobs, bedding for horses, food for fish and eventually comes to a full circle by going back to the place it started out from. This hugely limits the output of waste and if taken onto a more domestic level such as housing, could provide cuts in energy usage by regenerating „wasteful“ energy and using it somewhere else. Buildings are already responsible for a staggering 75% of energy output in the world, and by using closed loop feedback systems this figure could not only be stopped from growing but also has the potential of being reversed.

  8. Avatar von Uli Hartmann

    Über das Erforschen eines Naturphänomens,

    In Barbara Imhofs Vorlesung „City as spaceship / Part 3“ berichtete sie unter anderem von einer, im Labor statt findenden, biologischen Untersuchungsreihe. Durch das Hineingeben von Haferflocken in Petrischalen und durch das Befeuchten dieser beobachtet Imhof die Bildung eines Schleimpilzes um die Haferflocken herum. Diese bilden wiederum untereinander Netzwerke aus.

    Diese Untersuchung hoffe ich richtig verstanden und wiedergegeben zu haben, denn diese Arbeit hat mich tief beeindruckt. Meine erste Assoziation beim Betrachten der Photos war, dass die Netzwerke als Untersuchung für Großstadtnetzwerke oder Netzwerke in egal welchem Maßstab nützlich sein könnten. Imhof brachte jedoch weiterhin zum Ausdruck, dass ihr Team bei diesen Untersuchungen ohne ein spezielles Ergebnis anzustreben vorginge. Nun glaube ich, dass die Art und Weise wie die Haferflocken untereinander Netzwerke ausbilden erstaunlich ist. Es scheint nämlich, als würden diese Verbindungen nach gewissen Regeln entstehen und mit einer, mit dem Ausgangsstoff einhergehenden, Effizienz vonstattengehen.

    So frage ich mich für was diese biologischen Strukturen in Form von Erfahrungs-/ und Erkennungswerten nützlich sein könnten. Nun kommt mir der Gedanke, ob man beispielsweise einen Verkehrsfluss als infrastrukturellen Aspekt zur Beobachtung der Schleimpilze zugrunde legen könnte. Ist der Verlauf der Adern und der Verbindungen möglicherweise bedingt durch die Menge der Nährstoffe, die untereinander zwischen den Haferflocken ausgetauscht wird? Gibt vielleicht eine Haferflocke einer anderen, die weniger Kraft hat etwas von ihren Stoffen ab, um die „Aderausbildung“ zu einer weiteren nährstoffreicheren Flocke zu überbrücken? Ergeben sich daraus Erkenntnisse für infrastrukturelle Sanierungsmaßnahmen in Dörfern, Städten, an Kreuzungen oder gar Großstädten?

    In dieser Untersuchungsreihe liegt meiner Ansicht nach eine Menge Potential für die Untersuchung von Netzwerken jeder Natur. Sie ist eine abstrakte und unvoreingenommene Betrachtungsweise.

  9. Avatar von Anna Krumpholz

    #1. Kommentar zu den oft diskutierten „multifunctional buildings“

    Wenn alles immer genützt wird, bringt das viele Vorteile – Effiziente Raumnutzung bei verschiedenen Zeiten und von verschiedenen Personengruppen. Die Gefahr ist, dass das Gebäude dann so reduziert wird – um funktionell zu bleiben – dass es anonym und langweilig wird und jedes Gebäude gleich aussieht, oder das Gegenteil, dass es so komplex wird, dass die Verbindung zur Umgebung und zur Öffentlichkeit genauso wie die alltägliche Benutzungen zu einer Wissenschaft wird – die im Alltag (der meist in der Theorie auf Effizienz und in der Praxis auf Komfort ausgelegt ist) in der Benützung zur Überforderung wird – und vielleicht auch in der Planung?

    Im Optimalfall jedenfalls entsteht ein Gebäude, dessen Benutzung problemlos funktioniert (was nicht bedeutet, dass sie „einfach“ oder offensichtlich sein muss) und das gleichzeitig eigenständig und charakteristisch ist. Kann ein einziges Gebäude so vielen Ansprüchen gerecht werden?

    Und ist es im Alltag überhaupt möglich, dass ein gesamtes Gebäude zu jeder Zeit genützt wird? Beim Beispiel Schule: Was passiert mit Lernunterlagen usw, wenn die Räume anders genutzt werden sollen. Was passiert mit den Objekten, die offensichtlich einer bestimmten Benutzung zugeschrieben sind – Bücher, Tafeln, Lernunterlagen, ausgestellte Gegenstände der Schüler, usw.? Wie kann also der (in unserer heutigen Gesellschaft notwendige) Anteil an Privatheit in einem öffentlichen Gebäude bei diesem multifunktionalen Konzept bewahrt werden? Wenn man beispielsweise einen „Themenraum“ pro Benutzung einrichtet und die restlichen Räume so gestaltet, dass sie für alle nutzbar sind, entsteht ein Modell, dass bereits in verschiedenen Maßstäben existiert: Die Wohngemeinschaft im Kleinen und die Stadt als Gesamtheit. Das Konzept auf diesen „mittleren“ Maßstab zu übertragen ist notwendig, um die Stadt funktionell weiterzubringen.

    Die Aufgabe des Architekten ist in diesem Fall jedenfalls nicht nur die Planung des Gebäudes, sondern die Entwicklung eines komplexen Systems; wenn dieses funktioniert, besteht die nächste Herausforderung darin, eine Form zu finden, dass das System ermöglicht und gleichzeitig dem Menschen anspricht und daher einen gewissen Wohlfühlfaktor beinhaltet – eine große Aufgabe….

  10. Avatar von Anna Krumpholz

    #2: Kommentar zur Forderung nach Effizienz

    Ich persönlich muss zugeben: Mir geht die Forderung nach permanenter Effizienz – im Alltag, im Tun, in der Architektur – auf die Nerven. Mobilität, Flexibilität und das Verlangen nach Sinnhaftigkeit ist wichtig – doch gleichzeitig bin ich keine Maschine und möchte nicht „von dem komplexen System“ beherrscht werden, in dem ich mich befinde. Ich möchte impulsiv und spontan sein dürfen, und mich „grundlos“ an Situationen oder Objekten freuen. Das allgemeine Verständnis von „Sinnhaftigkeit und Begründungen“ sollte hinterfragt werden, denn den Alltag, genauso wie die Stadt und das Gebäude, „effizient“ zu gestalten versteht sich für mich nicht nur darin, sie funktionell zu halten, sondern primär sollte die Qualität im Vordergrund stehen – und oft sind es die „sinnfreien“ Dinge, die den Tag verbessern (und demnach, nach meinem Empfinden, schwerwiegende Berechtigung haben). Pure Ästhetik alleine reicht für mich manchmal als Sinn und Begründung, da sie Freude bereitet, genauso wie ein gutes Essen oder ein berührendes Musikstück – natürlich gibt es, gerade in der Architektur, auch das Verlangen nach Funktion, das nicht vergessen werden soll. Meiner Meinung nach sollte die Effizienz einer Stadt, eines Gebäudes, soweit gehen, als dass sie die sinnfreien Momente ermöglicht und fördert und ihnen in gewisser Weise eine Berechtigung gibt – zusätzlich zur Funktionalität und Effizienz, und nicht stattdessen.

  11. Avatar von Anna Krumpholz

    #3: Kommentar zum modernen Wohnen

    Die Zeit des Einfamilienhaus ist, aus ökologischer Sicht, vorbei. Trotzdem entspricht dieses Wohnmodell dem Ideal der meisten Menschen – es wird demnach versucht, die Situation des Einfamilienhaus in großen Systemen nachzuahmen und sie zusätzlich mit den Qualitäten des Stadtlebens – Mobilität, Unterhaltung, Infrastruktur, .. – zu kombinieren.

    Wohnblöcke repräsentieren demnach ein Dorf – statt an den See zu fahren, geht man ins hauseigene Schwimmbad, der Kaufmannsladen wird durch den Supermarkt im Erdgeschoss ersetzt. Was ansich sehr plausibel klingt, und beispielsweise in Alt Erlaa auch sehr zur Zufriedenheit der Bewohner beiträgt, beinhaltet für mich persönlich aber auch Schattenseiten. Das Leben in einem Dorf mag sehr angenehm und friedlich sein, es gibt aber auch die Gefahr der Isolation. Da alle alltäglichen Bedürfnisse innerhalb der Wohnblöcke erfüllt werden, besteht kein unmittelbarer Grund, „das Dorf zu verlassen“ – was zwar praktisch ist, aber auch oft einschränkende Wirkungen zeigt. Natürlich ist es jedem Bewohner freigestellt, das Dorf zu verlassen und woanders seine Besorgungen zu machen und seinen Interessen nachzugehen, doch die generelle Bequemlichkeit der Menschen führt dazu, dass das, glaube ich, eher selten passiert. Natürlich sind die Menschen zufrieden und glücklich – ich glaube aber, dass sie gleichzeitig einiges verpassen und auf einige Qualitäten verzichten, ohne es zu merken. Ich finde es spannender, verschiedenen Einflüssen ausgesetzt zu sein, mich einigen „Hindernissen“ stellen zu müssen und unterschiedliche Situationen zu erleben anstatt ein vorgefertigtes, bequemes Modell vorzufinden, indem aber im Grunde für mich selbst kein Platz für Variationen bleibt.

    Mir ist bewusst, dass Wohnbau in großen Dimensionen heutzutage unumgänglich ist und dass demnach bestimmte Dienstleistungen zusätzlich zum Wohnen innerhalb dieser Strukturen angeboten werden müssen – gleichzeitig sollte aber der Aspekt der Vielschichtigkeit, der Flexibilität und der ständigen Veränderung nicht verloren gehen; es sollten, denke ich, keine „abgeschlossenen Systeme“ entstehen, sondern vielmehr offene Strukturen, die jederzeit weiterentwickelt und verändert werden können und gleichzeitig fließend in andere übergehen. Ich denke, der Wohnbau, wie er heute gebaut wird, ist noch nicht da angekommen, wo er, langfristig gesehen, hinsoll, wenn sich die Gesellschaft nicht zu einer der Uneigenständigkeit entwickeln soll.

  12. Avatar von Anna Krumpholz

    #4: Kommentar zum modernen Wohnen II + Integration des öffentlichen Raums

    In vielen Großstädten leben die Menschen auf geringstem Raum (Bsp: 15m2 für einen arbeitenden Single sind in Hong Kong gehobener Standard.) – sie leben aber eigentlich in der Öffentlichkeit. Wenn also die Öffentlichkeit alles bietet, was man möchte, können Wohnungen viel kleiner oder das Modell „Wohnung“ überhaupt neu überdacht und demnach verändert werden. In wie weit hat der Mensch das Bedürfnis nach Eigentum und Privatheit, und was ist Privatheit? Kann Privatheit auch im öffentlichen Raum zu Genüge stattfinden? Im Park beispielsweise ist man für alle sichtbar, aber trotzdem fühlt man sich privat, man legt sich in die Sonne usw, sprich, man verhält und fühlt sich „wie zuhause“. In der U-Bahn würde man aber nie einfach so „das T-Shirt ausziehen“ oder „es sich gemütlich machen“ – im Park schon. Wie muss man also neue, öffentliche Plätze und Orte entwickeln, um die Menschen zum „Wohnen außerhalb ihrer Wohnung“ bewegen zu können? Wenn man es schaffen würde, öffentliche Räume und Situationen zu schaffen, in denen trotzdem Privatheit stattfinden kann und die dem Menschen das bieten, was sie von ihrer Wohnung verlangen, könnte die dichte Wohnsituation aufgelöst und verändert und vielleicht innerhalb der „Verkleinerung des privaten Wohnraums“ trotzdem qualitativ verbessert werden.

  13. Avatar von Clemens A. - r1270011

    Komplexe Problemstellungen verlangen eine komplexere Herangehensweise an den Entwurf, was komplex zusammengestellte Arbeitsgruppen, verschiedener Fachkundiger Menschen (Bautechnik, Klimatologie, Politik, Soziologie, etc.) verlangt.
    Welche Rolle übernimmt der/die Architekt/in in diesem komplexen Konglomerat, was notwendig ist um die vielschichtigen Aspekte eines (nachhaltigen) Entwurfs zu behandeln?
    Meiner Meinung nach übernimmt der/die Architekt/in die Aufgabe des Dolmetschens. Müsste dann die Architektur Ausbildung nicht stärker auf diese Aufgabe ausgerichtet sein? Müsste man nicht mehr auf Bereiche wie Mediation und Koordination hinarbeiten?
    Muss man als Architekt/in demnach überhaupt noch eine Ahnung von technischer Ausführung haben, sollten solche Fachbereiche nicht nur noch ausschließlich von Spezialisten durch- und ausgeführt werden? Ist man als Architekt/in dann nur noch Koordinator/in?

  14. Avatar von Clemens A. - r1270011

    Welche Stellungen nehmen Individualität, Selbstverwirklichung und subjektive Gestaltung einer eigenen Lebensweise im Rahmen von nachhaltigem Entwerfen und Nachhaltigkeit allgemein ein?
    Um Nachhaltigkeit gerecht zu werden, ist der Mensch dann nicht dazu verpflichtet das „Ich“,
    sich selbst aufzugeben und nach einem speziell für Nachhaltigkeit entwickelten Generalplan zu leben? Wäre eine solche Lebensweise allgemein wünschenswert oder würde diese nicht eher der Rahmenhandlung eines fiktiven, futuristischen Horrorfilms ähneln?
    Sollte der Mensch funktionieren wie eine Maschine?

    • Avatar von anna_valentiny

      Um es mit den Worten von Max Rieder zu sagen, sollte man beginnen subjektive Räume zu skizzieren.
      Ich denke, man sollte sich seiner Subjektivität sehr bewusst sein. Es ist sicherlich wünschenswert, dass man durchlässig ist, sich in Frage stellt und überlegt ob Verfestigtes geblieben ist, weil es richtiger war, oder weil es vergessen wurde.
      Man sollte die Subjektivität vielleicht schulen.
      Die Frage ist „Würde der Mensch funktionieren, wie eine Maschine; täte das seinen Mitmenschen einen Gefallen.“ Das einzige Material, mit dem man wirklich gut arbeiten kann, war einem immer schon eigen, nur hat man gelernt es zu benutzen, oder?!
      Resultiert der Verzicht auf Subjektivität nicht vielleicht aus der Angst, dass man zu dumm war die Wahrheit zu sehen, obwohl sie vor einem stand. Und sollten wir nicht glauben, dass es diese Wahrheit nicht gibt.

  15. Avatar von Clemens A. - r1270011

    Der Punkt „lifestyle and sustainability depend on each other“ bezieht sich, so wie ich das verstanden habe darauf, dass man den eigenen, subjektiven Lifestyle überdenken muss, um Ressourcen zu minimieren und Energie zu sparen.
    Was passiert wenn der Mensch seinen Lifestyle nicht überdenken will? Scheitern nicht fast alle Projekte bezüglich Nachhaltigkeit schlussendlich am Menschen der nicht nach diesem Lifestyle leben will? Sind diese 3 Prinzipien nicht mehr aufgezwungen auf den Menschen? Kann der/die Architekt/in verlangen, dass sich ein Mensch, sein Kunde, die Menschheit ändert oder geht diese Forderung nicht schon etwas zu weit?
    Täglich entstehen neue Gesetze, welche versuchen im Sinne von Nachhaltigkeit den Weg zu weisen. Die allgemeine Bevölkerung findet diese Gesetze übertrieben, weil sie ihnen einen Teil ihrer Freiheit raubt. Wäre es nicht mehr wünschenswert, dem Menschen, der Bevölkerung keine Ansammlung von Gesetzen aufzudrücken, sondern wirklich einen nachhaltigen Weg zu finden, welcher den Menschen entgegenkommt, sich an ihre Gewohnheiten anpasst und diese nicht verbietet? Sollte man sich vielleicht mehr auf die in der lecture genannte Phrase „stop making sense!“ berufen?

  16. Avatar von Uli Hartmann

    Über neue Wohnformen

    Der Trend allumfassende Wohnkomplexe zu schaffen ist aus ökonomischer und auch aus wirtschaftlicher Sicht verständlich.

    Das Einfamilienhaus als bisher stärkster Ausdruck persönlichen Erfolgs ist unter anderem ein Resultat des Finanzwesens und dessen Öffentlichkeitsarbeit. Wie vorstellbar ist ein Zuhause, das denselben Status repräsentiert wie ein Einfamilienhaus in einem größer angelegten und zusammenhängendem Wohnungsbau?

    Nicht nur der Wille des Menschen Geld zu sparen, sondern auch das vielseits gegenwärtige Bewusstsein umweltschonend und nachhaltig zu leben sollten den Weg für eine solche Zukunft bereits geebnet haben. Kommt hier aber der Konflikt zu Tage sich und seine Persönlichkeit vollends zur Geltung zu bringen und das in Form von Wohnraum stößt die Vorstellung eines komprimierten Lebens in einem Mehrfamilienwohnungsbau an seine Grenzen.

    Ein kleiner Teil der Gesellschaft kann sich aber mit dem Gedanken seinen Wohnraum zu teilen anfreunden. Nicht nur mehr junge Leute, Studenten oder Arbeitssuchende sind offen für Wohngemeinschaften. So glaube ich, dass eine solche Zukunft, in der Menschen in groß gebauten Wohnkomplexen, Hauszusammenschlüssen oder dergleichen nicht weit entfernt liegt. Hierfür wäre eine Veränderung der Darstellung welche Werte solch eine neue Wohnform haben könnte von Vorteil.
    Setze man also nicht mehr das Einfamilienhaus auf das Cover des Bausparvertrages sondern ein städtisch oder wie auch immer anmutendes Gebäude, das mehr Leute unter einem Dach zusammen bringt, so würde dieses nach und nach in den Köpfen der Menschen deren Wertesystem neu programmieren.

  17. Avatar von Kai Trausenegger - 0926184

    @“Gemeindebau“ am Land

    Auch wenn der ökologische Vorteil bei solche Hausgemeinschaften wohl schwer abzusprechen ist, stellt sich immer noch die Frage ob hier nicht an Bedürfnissen vorbeidesigned worden ist. An erster Stelle denke ich nicht dass es der allgemeine Traum eines jeden Menschen ist ein typisches Einfamilienhaus am Land zu besitzen, zweitens stellt sich auch die Frage woraus dieses Bedürfnis entspringt.
    Gerade Menschen die in Städten aufgewachsen sind können sich in vielen Fällen gar nicht vorstellen aufs Land zu ziehen bzw wieder hin zu ziehen. Die zunehmende Landflucht spricht auch nicht gerade für den typischen Traum des alleinstehenden Einzelhauses. Und in den Fällen bei denen dieser Wunsch besteht, geht es eventuell eher um die Selbstverwirklichung im aktiven Bau (oder zumindest mithelfen und Planen) des eigenen Hauses, welches bei einem Fertigprodukt nicht der Fall ist.
    Weiters wird auch die Privatheit und das Gefühl des „eigenen Reiches“ eine Rolle spielen, wobei eben genau die Loslösung von kommunalem Handeln als befreiender Luxus angesehen wird.
    Dass im, in der Vorlesung vorgestellten Projekt damit argumentiert wurde dass die Balkone ja so angeordnet wurden dass nicht eingesehen werden kann ist für mich eher ein schwaches Verkaufsargument als ein wirkliches Verständnis eines Bedürfnisses.

  18. Avatar von Kai Trausenegger - 0926184

    Multifunktionale Gebäude

    Es scheint so als hätte die Architektur mit zunehmender Digitalisierung und Mobilisierung eine konzeptuelle Krise erfahren.
    Statische Architekturklötze werden als mobile Raumschiffe getarnt um mit der zunehmenden Geschwindigkeit mithalten zu können. Mediatower bestrahlen die Bevölkerung mit irgendwelchen sinnlosen LED-Spielereien und lechzen um Aufmerksamkeit in einer Zeit der Informations und Ablenkungsüberflutung. Gleich wie das Smartphone sollte das Gebäude jetzt auch 24 Stunden in Betrieb sein – gleichzeitig telefonieren, Kalenderevents eintragen und youporn schauen.

    Gerade in der Architektur spricht ja auch nichts gegen vielfältige Verwendung, aber gleichzeitig ist es auch kein Problem der Architektur, sondern der Verwaltung. Auch jetzt schon werden Sporthallen in Schulgebäuden an externe Vereine vermietet und Klassenräume als Vortragssäale angeboten. Kapitalismus und Geldmangel erzwingen solche Maßnahmen in vielen Fällen und in einigen stellen sich diese Kooperationen vielleicht wirklich als fruchtbar dar.
    Braucht es für so eine Änderung allerdings wirklich eine Veränderung im Planungsprozess? Wollen wir tatsächlich so weit gehen dass die Klassenräume nach dem Verlassen der Schüler in einen Nachtsupermarkt verwandelt werden?
    Diese Multifunktion ist in vielen Fällen auch begrenzt, da es (zumindest bis jetzt) hauptsächlich unter Tags zu einer Raumknappheit kommen wird und des Nachts (durch den Schlafrhythmus der meisten Leute in Österreich bedingt) nicht wirklich zu einem Raummangel kommt.
    Selbst wenn es in Zukunft zu einer 24 Stunden gesellschaft kommen würde, bei der jeder unterschiedliche Schlafrhythmen hat sehe ich nicht warum die Schule dann nicht einfach 24 Stunden als Schichtschule funktionieren könnte.

  19. Avatar von marlene lübke-ahrens

    Das Architekturbüro der Zukunft…
    besteht aus verschiedenen Disziplinen (Soziologen, Politikern, Bauphysikern,…), denn nur in der Diskussion kommt man voran. Der Architekt kann nicht Spezialist für alles sein, wofür gäbe es ansonsten all die verschiedenen Sparten? Sich als Architekt Unterstützung von außen zu einem Projekt zu holen, ist keineswegs ein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke zu erkennen nicht der Beste in jedem Fachbereich zu sein. Dadurch können viel komplexere Projekte entstehen, die auf verschiedenen Ebenen funktionieren und diese miteinander verweben und können so viel gezielter mit den Leuten vor Ort abgestimmt werden. Den Architekten als Allrounder gibt es heutzutage nicht mehr und das ist gut so, denn jeder soll mit seinen speziellen Fähigkeiten geschätzt werden, um seinen Beitrag leisten zu können.

  20. Avatar von r1270019

    Unsere Gesellschaft strebt danach, Neues zu entdecken, zu kreieren, herbeizuzaubern. Nur durch diesen ständigen Drang kommt es zur Weiterentwicklung, durch Forschung zu Evolution. Doch bedenken wir nicht, dass wir schon lange – seit Jahrhunderten – gar nichts NEUES mehr entwickeln oder gar entdecken können. Wir können alte Bestände kombinieren und ergänzen, dadurch „Neues“ generieren – vollkommen Neues können wir jedoch nicht schaffen. In banalen, alltäglichen Situationen werden wir nur allzu oft mit diesem Thema konfrontiert: Ein i-Phone schien beim Erscheinungsdatum eine vollkommene Revolution darzustellen. Jedoch setzten sich nur ein paar kluge Köpfe zusammen und fanden heraus, dass dies eine weitere Möglichkeit ist, Elektrochips und Materialien, die eh schon seit Urzeiten auf diesem Planeten existieren, zusammenzusetzen. Auch der Erfinder des Elektrochips hatte mit großer Gewissheit keine Visionen von solch einem Gerät, genauso wenig wie der Erfinder der elektrischen Leitung sich dem Ausmaß seiner „Entdeckung“ – also eigentlich nur einer neuen Kombination, Anordnung, Gefüge aus Altem, schon Bekanntem – sicher sein konnte und auch nicht war.
    Und auch ganz gleich verhält es sich in der Architektur. Oft gibt es Charaktere, die sich einbilden, Neues schaffen zu können, dass die nächste Städtebauliche Revolution aus ihrem Büro kommt oder dass sie auf Tatsachen stoßen, die dem Rest der Menschheit noch vollkommen verschlossen sind. Doch irren sie. Jeder „neue“ Gedanke rührt von alten her, hat sich weiterentwickelt und ist in Kollaboration mit einem anderen getreten. Daraus entwickelte sich etwas, dass eventuell nützlich und zukunftsweisend sein kann, jedoch nur eine Weiterbildung und Kombination von altem Gedankengut ist. Für mich ist dieses Wissen sehr motivierend und bestärkend. Wir müssen nur ansehen, was wir schon haben und was existiert, die guten Dinge herauspicken und mit anderen positiven Errungenschaften versuchen zu kombinieren. Somit aus einer Kombination von ausgewählten Zutaten von Altem etwas Neues schaffen. Und das sollte wohl etwas sein, was wir alle, eigentlich eben ein jeder, schaffen kann.

  21. Avatar von r1270019

    Viele Ambitionen im modernen Wohnbau und Stadtplanung gehen in Richtung der „Dorfbildung“. Der Supermarkt, die Schule, der Arbeitgeber – alles soll schnell erreichbar und nahe der Wohnung sein. Die Effizienz steht im Vordergrund: durch Kombination und örtliche Verknüpfung bzw. Nebeneinanderstellung von allen notwendigen Einrichtungen sollen Wege verkürzt werden, Energie gespart (sowohl technisch gesehen als auch auf den Menschen bezogen) und das Leben vereinfacht werden. Somit kommt es zur Bildung von Dörfern und kleinen Städten/Treffpunkten innerhalb der bereits existierenden Stadt und auch zur Suburbanisierung außerhalb der Stadt. Von den meisten Bewohnern solcher Projekte sind diese auch stark befürwortet, doch bringen sie die Gefahr der Isolation mit sich. Der Lebensunterhalt wird Infrastruktur-intern verdient, die Kinder bringt man in den Kindergarten, der sich im Erdgeschoß des eigenen Hauses befindet, am Heimweg davon macht man noch einen kurzen Abstecher zum Supermarkt im Nachbarshaus, Freizeiteinrichtungen wie Kino, Ballspielplätze oder Cafés gibt es in ebendiesem Areal zu genüge und die Ferien verbringt man am Hauseigenen Schwimmbad am Dach. Scheinbar bieten sich mir also keine Gründe, meine kleine Nachbarschaft zu verlassen, Anderes zu sehen und mit der Außenwelt in Verbindung zu treten.
    Doch scheint es momentan auch keine wirkliche Alternative zu diesem Konstrukt zu geben. Welche Faktoren könnten zur Verbesserung dieses eingefahrenen Zustands führen? Eventuell die Überarbeitung der bestehenden urbanen Mobilitätsinfrastruktur. Vielleicht bietet es sich dann an, aus seinem „kleinen Dorf“ rauszukommen, anderes zu sehen, trotzdem nur einen kleinen Zeitaufwand zu haben und am Weg eventuell auch noch andere Sachen – z. B. Besorgungen – machen zu können, als die mir gewohnten. Vielleicht müsste man diese Inseln der Bevölkerung auch untereinander mehr verbinden, verschiedene Angebote schaffen und somit neue Besucherströme und Austausch zu schaffen. Viele Faktoren gehören hier überdacht und neugeordnet.

  22. Avatar von Nefi Noufal r1370163

    City as a Spaceship

    Individuals are a part of not only their city but also the bigger picture being the globe. People take energy and raw materials from their surroundings and in return give back poisonous gases such as carbon dioxide, sulphur dioxide as well as contributors to acid rain and so on. The excessive use of water is also at an all time high.
    „City as a Spaceship“ to me means the city as a self sustainable and self sufficient entity. In space the astronauts use just enough to be enough for them and waste as little as possible due to the knowledge that they are isolated in vacuum with only themselves to depend on.
    Architecture being the primary provider of shelter and hence each person’s micro „spaceship“, has to do so by making these pods as self sufficient as possible. Starting with harvesting energy that’s readily available like rain water, especially in climates where it rains a lot. For example in the UK rainwater harvesting could be of tremendous success if more people would choose it as a means of getting their water as there is plenty of water available to go around. Harvesting would also reduce the embodied energy of the currant water obtaining system that requires a lot of energy to take it from the seas, sufficiently purify it and distribute it in the households. In addition the power used in water purification has a lot of bi-products as a result such as loss of heat energy. To further improve the system of using whats available, fitting a CHP (combined heat and power) system to the house would allow otherwise lost heat energy to be recovered and re-used somewhere else in the building hence creating a closed loop system, as I have mentioned previously.
    Harvesting from nature what is being readily offered to us is possibly the one of the best and most efficient ways to go forward.

  23. Avatar von Nefi N.

    Eco-friendly „Spaceship“ parts:

    The term „spaceship“ is quite relevant i think in describing buildings as they have a micro community within themselves. As previously discussed, it is important to harvest energy from our surroundings but the materials the buildings are made of require just as much attention.

    Once the heat is produced and the building is at a comfortable human temperature the heat needs to stay inside the building and not get lost thru cracks and openings thus wasting energy. Insulation is the answer to that. In recent years RockWool insulation has been named one of the best insulation materials in the building industry with fire protection, sound proofing and of course exceptional insulate properties. It is also waterproof to an extent, which was a big step in the UK because so far wet insulation during construction was one of the bigger problems when constructing. However, aside from all these positive properties of RockWool the manufacturing process used up a very large amount of energy increasing the carbon footprint of the material instead of reducing it. Electricity fired kilns needed to cook the materials and burn them out to dryness. There was a lot of energy bi-product being wasted. However, the long term durability of such insulation was said to make up for the energy used in the long term.

    In 2009 a new type of insulation was made called EcoRock which uses 85% industrial bi-products and is fully recyclable. It does not need to be fired at high temperatures to harden out and it has the same qualities as those of its predecessor, RockWool. This insulation material is being tested and is sold in China and the USA. Therefore, if one requires the material in another country it will have to be transported and that instantly increases the originally low carbon footprint of the EcoRock.

    There are numerous factors that need to be taken into consideration when trying to be as eco-friendly as possible. The material performance of a product is not enough because manufacturing and transport needs to be observed as well. The total embodied energy of a material is the most significant factor when looking at sustainability, how much energy was used to make it, transport it and how long will it take to fully recover that used energy when using the material.
    Insulation is one thing, but also using locally sourced materials for the actual building process is very important. Again the UK, where trees are not strong enough to plentifully build with, it is not sustainable to build timber houses just because timber is a natural material. Good construction timber would need to be imported and that in itself takes up a lot of wasted energy. In earlier, vernacular architecture, this explains the stone buildings in the UK and the timber buildings in places such as the Scandinavian countries.

    However, with today’s technology of immediate transport options it has become very easy to build with what ever one desires without closely observing the impact it would have on the environment.

  24. Avatar von marlene lübke-ahrens

    Grundsatzfrage
    Von den Architekten und Planern wird stets verlangt die Architektur an die heutigen Verhältnisse anzupassen, diese besser thermisch zu dämmen, keine alleinstehenden Einfamilienhäuser mehr zu bauen… Aber müsste nicht zuallererst ein radikales Umdenken der Menschheit stattfinden? Was nützen all die Passivhäuser, die mit Stolz gebaut werden? Ist das nicht eigentlich eine Unterstützung der Leute ihren bisherigen, viel zu Ressourcen schädigenden Lebensstil beizubehalten? Die Bevölkerung muss ihren Einstellung und so ihre Lebensweise drastisch ändern, um die Umwelt zu schützen und nicht die Architektur muss an den derzeitigen Lebensstil der Menschheit angepasst werden!

  25. Avatar von wolfgangnovotny

    Denkt auch mal wer an das Land?
    Vielmals kam das Thema der neuen Lebensformen der Städte auf, z.B. kompakteres Zusammenleben, gemeinschaftliche Bereiche, „Sharing Communities“…
    Im Moment leben aber auch etwa 50% der Weltbevölkerung am Land oder in Kleinstädten. Ich sehe diese 50% neben den Städten als Herausforderung für die Zukunft und die Architektur als direktes Bindeglied zwischen Kultur und Natur.
    Das Phänomen der Landflucht ist im Moment überwiegend, trotzdem gibt es auch einige Gedanken welche in Richtung Stadtflucht deuten, diese tragen jedoch oft den unökologischen Beigeschmack der „Zersiedelung“.
    Ich sehe in Zukunft den Menschen als Astronaut (Barbara Imhof/City as Spaceship), der seine Umgebung sorfgfälltig untersucht und möglich behutsam berührt, auf sie eingeht , sie später möglichst unbeschädigt zurücklässt (Werner Sobek) und sie wieder regenerieren lässt. Landschaften und Städte die nicht a priori per „Käseglocke“ geschützt werden, sondern per Studien von Fachleuten und Einbeziehung der Bevölkerung analysiert werden. Studien die nicht in Schubladen verschwinden sondern auch ihr potential Ausschöpfen. Astronauten die ihren Raumanzug aber ablegen und Architektur die gemeinsam mit der Natur innovativ sein muss und auf diese auch eingeht. Ein Bevölkerung die sich nach und nach von alten Gewohnheiten abschüttelt, geteilte Gebäude, kompakte Ortschaften und Kleinstädte die sich vernetzen und somit als produktive Satelliten für die neuen Großstädte dienen.

  26. Avatar von Uli Hartmann

    Über Green Buildings und den Begriff der Nachhaltigkeit

    Umweltschonend, umweltbewusst und ressourcenschonend rezyklierbar – das alles sind Adjektive, die einen raisonablen und modernen Umgang mit den erdeigenen Energien implizieren.
    Fragen sich doch manche warum das jetzt in aller Munde ist und man das Gefühl bekommt, diese Adjektive seien die einzigen, mit denen man ein Bauvorhaben oder eine Idee vor dem Geist der Zeit untermalen und wirksam verkaufen kann. Sicher ist diese Haltung eine späte und nun durchgreifende Reaktion auf die Erkenntnisse in den Bereichen Globaler Erwärmung, Energiegewinnung und Globalisierung.
    Vielmehr stehen diese Begriffe für einen erzieherischen Willen, die Bevölkerung dazu zu verleiten sich mehr mit den Themen der Umweltfreundlichkeit auseinander zu setzen. Zu begreifen, dass der Schutz der Umwelt und das Sparen von Energie oder einfach auch schon das bloße Nachvollziehen von Zyklen und Kreisläufen in diesen Bereichen dem Menschen selbst zugute kommt, ist ein Maxim, das diese oben genannten Begriffe inne haben. Diese bei Projekten auf ihre tatsächliche Existenz und den Grad ihrer Verwirklichung zu suchen, sollten Herangehensweisen für Betrachter und Kritiker werden.
    In einer Utopie stelle ich mir vor, dass der Raum, der von der Natur genommen wird auf oder in die Gebäude transformiert wird. So, dass Gegebenheiten lediglich umgeschichtet werden anstatt ausgetauscht. In einer solchen Welt würde ich gerne leben.

  27. Avatar von Clemens A. - r1270011

    Ich frage mich ob diese, meiner Meinung nach utopischen, nachhaltigen Lebenskonglomerate oder Wohnmaschinen, welche wie Raumschiffe funktionieren sollen fähig sind mit der Natur, der Landschaft richtig umzugehen?
    In wie fern lässt sich Natur an diese Maschinen anpassen bzw diese Maschinen an die Natur anpassen und wie müsste man dabei vorgehen. In meinem Kopf entstehen 2 Bilder wenn ich darüber nachdenke; entweder dichte Städte und kaum Natur, was den Nachteil von urbanen Hitzeinseln mit sich bringt, was laut wissenschaftlichen Untersuchen alles andere als ökologisch und nachhaltig ist – oder eine extreme Zersiedelung, was so wie ich das in der lecture verstanden habe, alles andere als ökologisch und nachhaltig ist. Im Prinzip würde alles auf eine ökologisch und nachthaltig schlechte Zukunft hinaus laufen wenn man sich in eine Richtung dieser 2 Extremen bewegt. Meine Frage ist, wie lassen sich diese beiden Extremen kombinieren, sodass man ( – – wird +) eine ökologisch und nachhaltigere Situation erhält?

  28. Avatar von r1270014

    ERFOLG

    Unsere Wohnungen werden grösser, jeder möchte sein eigenes (am besten neues) Auto fahren. Der Erfolg und die Vertauenswürdigkeit der Länder wird durch Wirtschaftwachstum gemessen.
    Laut dem amerikanischem Institut für die Volkszählung gibt es jetzt 7,2 miliarden Menschen auf unserem Planeten. In dem Jahr 2050 Könnte es nach manchen Schätzungen bis zu 10,5 miliarden werden. Können wir wirklich darauf hoffen, dass wir unseres Lebensniveau behalten können? Bzw. Ist es überhaupt für die 10,5 miliarden denkbar mit den Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen? Gibt es dann noch einen Freiraum für weiteren Wachstum? Vielleicht wird es erst jetzt wirklich dringend, dass wir unsere Werte überdenken sollen und nach einer anderen Weise suchen müssen, wie man einen „erfolgreichen“ Land oder Menschen definieren kann als nur über den ausmass seines Konsums.

  29. Avatar von mitchtokita

    Ecology without nature becomes a new paradigm

    Dieses Statement klingt im ersten Moment vollkommen abwegig da Ökologie im Alltag praktisch gleichgesetzt wird mit Umwelt/-schutz und das bedeutet soviel wie die Natur zu bewahren, zu schützen und diese nicht auszubeuten was soviel heisst wie nicht in einer unproportionalen Weise Ressourcen zu beziehen ohne auf die Regeneration zu achten.
    Der Mensch ist nicht nur untrennbar mit der Natur verbunden sondern ist selbst Teil der Natur. Die Idee von „Ecology without nature“ kann nur einem denkenden Lebewesen einfallen, da es ein sprachliches Konstrukt ist. Doch genau hier liegt der Ursprung der menschlichen Kunst und Kultur. Mit Hilfe der Sprache ist es möglich sich vom Moment zu lösen und Hypothesen zu kreieren. Daher wird es evident warum sich Ökologie auch mit diesen künstlichen Bereichen des menschlichen Lebens befassen muss. Doch genau diese verursachen nicht nur Potentiale sondern auch die Probleme die durch die Entfremdung von der Natur hin zum Egozentrischen Menschen enstehen. So dürfen wir nie vergessen, dass wir Teil der Natur sind und untrennbar mit unseren Ressourcen im Austausch leben und auch mit allem, was wir nicht kennen bzw. was wir sprachlich nicht beschreiben können, was bedeutet, dass es sehr viele Unbekannte in unseren Wissenschaften gibt.

  30. Avatar von marlene lübke-ahrens

    ökologie als komplexes system
    ein komplexes system ist mathematisch nicht berechenbar, da es zwischen einem einfachen und einem chaotischen system hin und her springt, weißt jedoch rahmenbedingungen auf, wodurch verbindungen geschaffen werden. die ökologie umfasst ein so weites spektrum an themengebieten, an methoden und sichtweisen, ja es ist ein viel zu viel schichtiges feld, als dass es als system bezeichnet werden könnte. ob man von der praktisch technischen oder der philosophischen seite an die ökologie herantritt macht essentielle unterschiede. ökologie ist kein system, denn ein system funktioniert nach regeln und prinzipien, die es eingrenzt und niemals eine denkweise leiten können.

  31. Avatar von Julia Obleitner

    Es war einmal eine Stadt

    oder

    Google hat die Straßen der japanischen Kleinstadt Namie fotografiert.

    Na und? Goggle hat vermutlich schon alle Kleinstädte unserer Erde fotografiert.

    Virtuell kann man nun dort im „Streetview“ Einblicke in die Stadt gewinnen.
    Man kann entlang der engen Straßen spazieren, eigentlich herrscht schönes Wetter,
    nur ein paar Wolken ziehen über die Stadt. Alles wirkt ruhig. Alles ist ruhig.
    Es gibt hier alles was eine Stadt ausmacht, ein Stadtzentrum, Häuser, Infrastruktur, Autos, Ampelanlagen, doch abgesehen von ein paar herumstreunenden Katzen und Hunden, „begegnet“ man hier niemanden.
    Das nicht, weil Google beim Fotografieren besonders darauf geachtet hatte, keine Menschen zu fotografieren.
    Nein, Namie steht leer.
    Wandert man vom Stadtzentrum aus einige Straßen weiter, Richtung Küste, eröffnen sich dem „User“ ungewohnte Szenarien.
    Eingestürzte Häuser, herumliegende Trümmer, leere Autos, Getränkeautomaten, ja sogar Schiffwracks, welche entlang der Straße ein eigenartiges Bild formen….

    Was Google auch weiß, jedoch vielleicht nicht jeder Leser: Namie liegt nahe Fukushima und wurde wie viele weiter kleine Städte nach dem Tsunami, und der Reaktorkatastrophe 2011 geräumt.

    Die Menschheit hat sich hier einen weiteren Raum, einen Krisenheterotopie, wie Foucault sie wohl nennen würde geschaffen.

    „fünfter Grundsatz: Heterotopien sind immer an ein System von Öffnungen und Schließungen gebunden, das sie nicht ohne weiteres für jeden zugänglich macht. Ihr Betreten und Verlassen ist an bestimmte Ein- und Ausgangsrituale geknüpft. “

    Wir haben uns selbst einen Ort geschaffen, der für uns, zumindest für einige Zeit,- real- kaum zugänglich ist.
    Namie wurde binnen Stunden zu einer Stadt, die für sich alleine ist. Einer Stadt, die von uns nun nicht mehr „gebraucht“ werden kann.
    Die Grenzen der Stadt werden nun nicht mehr politisch bestimmt. Wir haben uns neue Grenzen geschaffen.
    Die Grenzen verschwimmen mit den“ neuen“, den „virtuellen Raum“, da wir Namie betreten wollen, und sei es nur virtuell.
    Wir verbinden hier, heben räumliche Distanzen auf, um uns einen neuen „entterritorialisierten Raum“ zu schaffen.
    Da einige sehen wollen, wie es „zu Hause“ so aussieht.

  32. Avatar von wolfgangnovotny

    …die Zukunft der Architekten

    Einige Kommentare und Aussagen beschäftigen sich mit der Zukunft des Architekten-Daseins und was deren Aufgabenbereich der Zukunft ist.

    Nach Reyner Banham (das wohl temperierte Haus) gibt es zwei Optionen, mit der Situation umzugehen im freien im Wald zu übernachten, die architektonische Variante ist ein Hütte zu bauen, die vielleicht sozialere Variante ist ein Feuer zu machen.

    Das Ziel beider ist es jedoch den menschlichen Körper auf 37°C zu halten.

    Meiner Meinung nach werden Architekten auch in Zukunft ein Berechtigungsdasein haben, der Aufgabenbereich und der Maßstab der Projekte wird sich jedoch ändern, mit Projekten zwischen dem Mikrometer und Kilometer Bereich. Mit einer Architektur die sich als Basis mit dem menschlichen Körper befasst und daraus eine neue Art von Ästhetik (im Sinne von Wahrnehmung) entwickelt und mit einer Sprache der Vergänglichkeit arbeitet.

  33. Avatar von Julia Obleitner

    der Boden

    Es ist der Boden in dem für gewöhnlich Fundamente gegossen werden, auf dem wir Steine schichten, Pfähle bohren.
    Es ist der Boden auf dem Hütten, Siedlungen, Städte, Megacities entstehen, wachsen, aber auch schrumpfen, verschwinden und zerstört werden.
    Es ist der Boden auf dem wir uns bewegen, immer weiter, immer schneller.
    Es ist der Boden auf welchem wir uns Grenzen gesetzt haben, den wir unser nennen, den wir und Generationen vor uns uns „aneigneten“ (oder „verloren“) , von dem wir nehmen , auch nehmen um uns schließlich dennoch nur etwas schneller wieder auf ihn fortbewegen zu können.
    Wir „nutzen“ ihn. Wir „benutzen“ ihn.
    Wir kaufen es uns, dieses „Stück Boden“,lassen es uns nur ungern nehmen.
    Wir bezeichnen ein Stück Boden als unser, beginnen zu bauen, eignen uns dann eben diesen „einen Raum an“, zwischen Erdraum und Luftraum, versuchen die Grenzen jedoch immer weiter zu dehnen. Fühlen uns verbunden damit, bezeichnen diesen Raum als zu Hause, als Heimat, als „unsere Stadt“…
    Es ist der Boden auf dem wir bauen. Und eigentlich imitieren wir, wieder nur diesen Boden, 10, 20, 30, 100, …Meter über dem Boden.
    Es ist der Boden, auf dem wir liegen, auf dem wir „Fuß setzen“,auf dem wir gehen lernen, welchen wir uns teilen, in welchen wir schließlich wieder begraben werden.
    Es ist der Boden der gewissermaßen die untere Grenze zieht, eine Grenze des Raumes, (diesen einen von vielen) – Raumes in welchen wir leben.
    Es ist der Boden der wenn man so will teilt, in zwei Räume, einen massiven Erdraum und einen leichten Luftraum.
    An dessen Grenzen wir gebunden sind , auch wenn wir Hochhäuser auf Berge bauen, Bergwerke und Tunnel graben.
    Wir erforschen unseren Raum, fordern Raum, wir schaffen Raum, wir nutzen Raum.

    Wir breiten uns vor allem in ihm aus.

    Wir haben Tausende Begriffe dafür, um diesen, unseren Raum näher zu beschreiben.

    Einer davon ist Ort.

    „Insgesamt ist der Raum ein Ort, mit dem man etwas macht“ , schreibt Michel de Certeau.

  34. Avatar von r1029546

    Eine Utopie!?

    Laut dem nahezu allwissenden, immer erweiterten und in Wirklichkeit von nur ein paar abgezählten Leuten bestimmte Online Enzyklopädie Wikipedia wird eine Utopie aus dem altgriechischen Wörtern „Nicht-Ort“ hergeleitet und zusammengesetzt.
    Ein ausgedachter, nicht oder vielmehr noch nicht existierender Ort, eine Fantasie, zuweilen abhängig vom Erdenken ob es nun in einer Utopie oder in einer Dystonie endet.
    Ein Wunschtraum…

    Ein kurzer Auszug aus dem Werk „Radical Games – Popping the Bubble of the 1960s´Architecture“ von Lara Schrijver umfasst mit gut gewählten Worten die aktuelle Diskussion:
    „Despite the early twentieth-century hopes of industrialization and later globalization producing a world with no hunger, no poverty and extensive leisure time for all the working class…but none of these conditions have been realized. Creating the perfect world has to do with not only a perfect environment or technological progress, but also with the human factors.
    Peferction like it is presenting in the 1960´s manifestos like the Situationist International hoped to find its perfect world through a combination of technology (to allow for leisure) and the unleashing of inner creativity; Archigram placed its hopes in a more „human“ form of technology; and Venturi and Scott Brown believed in a form of liberation through the acknowledgment (and sometimes emulation) of popular culture…“

    So sehen wir uns nun gezwungen, aus den damals viel überlegten Utopien zu lernen, sie weiter zu entwickeln und sie vielleicht eines Tages, zu meist in abgewandelter Form zu verwirklichen und diesen „Nicht-Ort“ zu einem Ort entstehen zu lassen. Einen lebensfähigen Ort.
    Ich möchte mein Gedankenexperiment mit dem wohl schlagendsten Satz des Werkes „Utopia´s ghost: Architecture and Postmodernism, Again“ von Reinhold Martin enden, welcher, wie ich meine, sich wie kaum ein andere mit den Zusammenhängen aus gelernten und zu erlernenden befasst.

    „…We must realize that if the „post“ in postmodernism means anything, it means learning to live with ghosts, including the ghosts of futures past and present, the ghost of others alive and dead, and with them, the ghost of our former selves. It means, in other words, learning to think the thought called Utopia once again.”

  35. Avatar von r1029546

    Eine Utopie!?

    Laut dem nahezu allwissenden, immer erweiterten und in Wirklichkeit von nur ein paar abgezählten Leuten bestimmte Online Enzyklopädie Wikipedia wird eine Utopie aus dem altgriechischen Wörtern „Nicht-Ort“ hergeleitet und zusammengesetzt.
    Ein ausgedachter, nicht oder vielmehr noch nicht existierender Ort, eine Fantasie, zuweilen abhängig vom Erdenken ob es nun in einer Utopie oder in einer Dystonie endet.
    Ein Wunschtraum…

    Ein kurzer Auszug aus dem Werk „Radical Games – Popping the Bubble of the 1960s´Architecture“ von Lara Schrijver umfasst mit gut gewählten Worten die aktuelle Diskussion:
    „Despite the early twentieth-century hopes of industrialization and later globalization producing a world with no hunger, no poverty and extensive leisure time for all the working class…but none of these conditions have been realized. Creating the perfect world has to do with not only a perfect environment or technological progress, but also with the human factors.
    Peferction like it is presenting in the 1960´s manifestos like the Situationist International hoped to find its perfect world through a combination of technology (to allow for leisure) and the unleashing of inner creativity; Archigram placed its hopes in a more „human“ form of technology; and Venturi and Scott Brown believed in a form of liberation through the acknowledgment (and sometimes emulation) of popular culture…“

    So sehen wir uns nun gezwungen, aus den damals viel überlegten Utopien zu lernen, sie weiter zu entwickeln und sie vielleicht eines Tages, zu meist in abgewandelter Form zu verwirklichen und diesen „Nicht-Ort“ zu einem Ort entstehen zu lassen. Einen lebensfähigen Ort.
    Ich möchte mein Gedankenexperiment mit dem wohl schlagendsten Satz des Werkes „Utopia´s ghost: Architecture and Postmodernism, Again“ von Reinhold Martin enden, welcher, wie ich meine, sich wie kaum ein andere mit den Zusammenhängen aus gelernten und zu erlernenden befasst.
    „…We must realize that if the „post“ in postmodernism means anything, it means learning to live with ghosts, including the ghosts of futures past and present, the ghost of others alive and dead, and with them, the ghost of our former selves. It means, in other words, learning to think the thought called Utopia once again.”

    • Avatar von r1005117

      Es ist keine Antwort; ich habe nur auch, parallel gedacht:

      Die Moderne stellte den Anspruch_wenn auch um die Baukultur wissend_ Anfang zu sein. Andere Technologien machen andere Formen möglich. Was machen, mit dem Formenrepertoire, das sich im Zuge der Baugeschichte, aus der Konstruktion abgeleitet hat und nun rein statisch obsolet geworden ist. Verwenden wir es weiter konstruktiv oder verwenden wir das bloße Formenrepertoire und können pathetisch, romanisch, peinlich werden. Die Postmoderne fing an zu spielen. Und 2000 wirkt willkürlich und verloren.

      Ich möchte den Anspruch Individuum sein zu wollen, nicht an den Pranger stellen. Man sollte sich jedoch im Ansatz der Tradition bewusst sein, in der man baut. Kein Mensch und kein Architekt ist kontextlos. Wenn man es doch versucht, stellt man sich die Fragen, die sich der Künstler stellt.

      Es geht nicht um Zugehörigkeiten, aber um Positionierungen.
      Das Haus erfüllt primär die Funktion der Überdachung. Also, frei nach Vitruv: Vier vertikale Astgabeln werden von 4 weiteren Hölzern verbunden. Gräser, Äste, oder eben eine Plane. In der aktuellen Debatte, werden die Ebenen bewusst vermischt und klopft man gegen Gebautes wird aus Klang oft Inhalt.

  36. Avatar von r1029546

    Eine Werbestrategie?

    In einer Zeit in der Gemüse in den Supermärkten dieser, uns allen so bekannten verschlafenen Großstadt Wiens mit den wohl absurdesten Worten wie BIO oder BIOLOGISCH angepriesen und als Spitzenprodukte verkauft werden, sollte wir noch einmal die Bedeutung des Lieblingswortes der letzten Jahre überdenken. Gemüse, 100 % Biologisch…hoffentlich, man sollte sich wagen, im gleichen Gedankenversuch zu hinterfragen, was denn sonst, wenn nicht natürlich gewachsen? Oder vielmehr, wächst heute noch eine lebendige Pflanze aus dem selben Avokado-Kern, welchen wir zuvor im Supermarkt unseres Vertrauens gekauft und dessen Frucht wir gewissensfrei verspeist haben?Oder wächst lediglich eine kleine Werbeanzeige der zuvor vertrauten Supermarktkette?

    In diesen Zusammenhang stellt sich die Frage der Bedeutung von Nachhaltigkeit?Nachhaltigkeit wird definiert und überdacht von unzählbaren Faktoren und Einflussgrößen, Einstellungen, Produktionsketten, Lebens- und Gebäudezyklen. Es kann nicht auf ein einfaches ja und nein runter reduziert und gedacht werden, was diesen Begriff so unglaublich dehnbar und angreifbar macht. Die Vorlesungsreihe versuchte sich, mal deutlicher, mal metaphorischer diesen so schwerfälligen Begriff zu rahmen und uns näher zu bringen. Ein Versuch, unseren eigenen Standpunkt in dieser Diskussion zu kreieren und zum Ausdruck zu bringen.

    „Gropius wrote a book about grain silos,
    Le Corbusier one on airplanes,
    And Charlotte Perriand brought a new object to the office every morning;
    But today we are collect ads.“
    Alison and Peter Smithson in Modern Dreams, 1956

  37. Avatar von r1029546

    Das Überangebot?

    Die Rolle des Architekten wird sich, oder hat sich bereits schon insofern geändert, da früher der Bezug zum tatsächlich gebauten, dem Prozess des Bauens eine viel längere Aufmerksamkeit und Bedeutung gewidmet wurde und nicht so offensichtlich von der billigst bietenden Baufirma in Rekordzeit verübt wurde.
    Natürlich im gleichen Atemzug wären die technischen Errungenschaften des Fortschrittes auf diesem Gebietes zu erwähnen und natürlich alle anderen Faktoren welche früher doch beschränkter waren.
    Vielleicht werden wir tatsächlich nur noch als Bindeglied benötigt. Bindeglieder oder vielmehr Vermittler zwischen Bauherrn und Baufirma, Anrainer und Bewohner, Staat und Kommune, Computer und Gedanke.

    Es gibt viele gedankliche Ansätze wieso sich diese Verschiebung ereignet hat.
    Vielleicht liegt es am Überangebot in unserer Gesellschaft. Ein Überangebot an Entscheidungen, an Möglichkeiten der Verwirklichung, der eigenen Zurschaustellung und Verschleierung der Selbstreflektion. Wie schon Scott Lash predigte, „…that the problem of the contemporary society is that the speed and ephemerality of information leaves almost no time for reflection.“
    Ich will nicht näher auf die fast schon fetischistische Liebe zu unseren Smartphones, Laptops mit i-Titeln und technologisierten Zeitungsblättern eingehen, welche die eigene Wirklichkeit meisterhaft ausblenden und uns in die virtuelle Wirklichkeit des sozialen Ausforschen verführen.

  38. Avatar von r1029546

    16 Sonnenaufgänge

    Wir sollten unser Verständnis zu Utopien, Werbungsanzeigen und in diesem Fall speziell zu Entfernungen überdenken. Wie zum Beispiel das ein Alpendomizil von hier in Wien genauso weit entfernt ist wie die Internationale Raumstation ISS, nur in einer anderen Raum-Achse, veranschaulicht in der „City as a Spaceship“ Vorlesungsreihe. Ein schönes Wortspiel, welches den spielerischen Umgang mit Entfernungen widerspiegeln soll. Dazu kommen die Gemeinsamkeiten im autarken Anwendungsbereich, die Symbiose im laufenden Betrieb und die 15 fache Anzahl an Sonnenaufgängen. So sollten wir auch die Hintergründe unseres Planens verstehen. Die Zusammenhänge und Auswirkungenzu verstehen, ihren Einfluss aufeinander und miteinander, die daraus ergebenden Konstellationen und nicht enden mit einem „bereits“ zweimal verwendeten Baumaterial.

    Neuer Tag, neues Spiel, vielleicht auch 16 mal…

  39. Avatar von Nefi N.

    Social Systems- Investing in People

    As it has been mentioned, we should rethink utopias. Utopias in the developed countries are about building green, developing the city and improving our carbon footprint. We do, however, tend to forget about the importance of investing in developing countries where building green might not be on the priority list. Investing in the people who live in such countries is of vital importance. The work done by the Austrian architect and the choreographer from Kinshasa Congo was truly eye-opening in seeing what little investment can do. The lecture talked about building up studios for dancers and allowing for them to have a place to belong to. This immediately takes people off of the streets and starts building them up. The most important factor in Kinshasa was the absence of water so centres for dance were built up and they had clean water. This not only attracted dancers but also the surrounding community who got to interact with the things the centre offered.
    Working closely with people to help realise what can be done is a very big step forward. Sustainability will come from that when a community can build and achieve things for themselves: setting up Adult Learning Centres are one way to start. Developing slum-ridden areas of cities, illuminating dark streets and dealing with sewage problems are also important.
    The film „Urbanised“ gives a very useful insight into how investing in people can bring about change.

  40. Avatar von Seiko Grabner r1170035

    Gendanken, Notizen und Zitate zur Vorlesungsreihe

    #1_Klein, Groß, Stadt, Land, Freiheit, Kontrolle

    gutes Leben .. klein ?
    gutes Leben .. groß ?
    gutes Leben .. Stadt ?
    gutes Leben .. Land ?
    gutes Leben .. Freiheit ?
    gutes Leben .. Kontrolle ?

    Gutes Leben >>Zecke<>Mensch<>organisierte form<>umwelt<> physiologischer raum<>physischer raum<> Objekt<>körperliche Objekte <>Raumkörper<>Räumlichkeit<> anthropologischer Raum<>Container<umschlossene Raumleer<.<Raum>Viele sogenannte primitive Völker verurteilen unsere Gewohnheiten des Umsiedelns (mitsamt all unseren Habseligkeiten) von einem Haus zum anderen. Außerdem erscheint ihnen der Gedanke in Räumen leben zu müssen, die vorher von Fremden bewohnt waren, ebenso erniedrigend wie das Kaufen von getragener alter Kleidung für den eigenen Gebrauch. Wenn sie umziehen, so bevorzugen sie neue Häuser zu bauen oder ihre alten mitzunehmen… in manchen Fällen die Abgrenzung zwischen einem Regenmantel und einem Notzelt. Leere Körbe dienen so zum Schutz vor den Elementen, tragbare Dächer werden zu Regenschirmen und umgekehrt.<<

    aus Architektur ohne Architekten, Bernhard Rudofsky))

    #2_ Auszug aus einem Exzerpt zu Die Mythologie des Konstruktiven

    Begnügt sich aber der Großteil der Architekten mit der anständigen Nüchternheit, die die Menschen des neuen Bauens so moralisierend gepredigt hatten und deren Korrumpierbarkeit und Anfälligkeit zur Instrumentalisierung durch die Bauwirtschaft sich ja gerade eben erwiesen hatte.
    Trotzdem bleibt wenigstens der Versuch die „große Form“ wiederzufinden von der bei den Kon- struktivisten on Wchutemas geträumt wurde.
    „Unangepasst, rauh, durchstoßen. Brennend. Wie gebaute Todesengel“ bleiben sie als Mahnmal für einen Verlust.

    #3_Object and Media

    Some parts in architecture lead us to massmedia.
    You could also include this in architecture, but than it would become more
    an ideology, or your own politic reality.
    I mean there is always such a thing as a politic reality in objects and architecture.

    #4_ Immersion

    We do not necessarily have to simulate analogies of nature or enact urban affinity. But we should definitely leave all possible doors open when we are confronted with “cost rent” and the principle of “form follows function”.
    If we consider the geological conditions of a site and its environment, and respond to them by using our architecture or our third skin exposed to wind and weather, „form follows function“ will be partially true.
    We might be able to find large form again, if we become aware of the corruptibility and instrumentalization of sustainability in the construction industry and recognize it early enough so we can respond to it harshly and “inappropriately”.
    I think on the basis of such inappropriate acting conflicts may arise. But by facing mistakes and confrontational situations we learn faster than by analyzing estab- lished solution approaches and then applying them – out of context – to current projects.

  41. Avatar von Lola Valerius | R1270012

    N° 1 | Entwicklung ≠ Anpassung

    Dieser Kommentar bezieht sich auf die Frage eines Kollegen die sich mit dem Gedanken gefasst ob man den Begriff der Entwicklung nicht auch durch den Begriff der Anpassung ersetzen könnte.
    Meiner Meinung nach, kann man da nur mit einem Nein drauf antworten. Entwicklung beinhaltet Weiterentwicklung, Dynamik, einen Bezug zur Zukunft, was die Anpassung nicht nachweisen kann. Anpassung bezieht sich eher auf ein passives Verhalten. Man ist nie einen Schritt voraus, da man immer nur ein Minimum tut um sich anzupassen und nicht aktiv zu einer Verbesserung der Situation in Zukunft beiträgt. Dadurch würde sich eine Art Teufelskreis bilden und nicht wie die Entwicklung es will eine Evolution stattfinden.
    Durch immer nur anpassen der Situation wird sich die Welt nicht weiterentwickeln!

  42. Avatar von Anna Aichinger

    (1) City as Spaceship?

    With defining the “Spaceship-City” as a closed, self-sufficient realm and comparing it to the Aristotelian oikos, a crucial dimension of the human condition – the political – is seemingly left out of the picture.
    A reference to the Aristotelian distinction of the oikos (the private realm of the household) from the polis (the public realm of the political community), should imply an understanding of the — by Aristotelian definition — counterdependency and dialectical relationship of these two realms of human existence.
    With the decline of the political as a tangible aspect of human existence in the face of an increasingly neo-liberal and privatised (“oikos-ised”) society, this is not surprising.
    Conceptualizing the city for possible future modes of production and existence should build on an understanding of the human condition that acknowledges sustainability as a material AND political notion.

  43. Avatar von Polina Alexeeva_R1028974

    Landscape consumption

    During Session 5 on 13.05 a project by the ARTEC Architects was shown by Thomas Proksch. The argument, which was addressed during the discussion, was considering the fact that with 7 billion people right now and with always growing population it would be not possible anymore to have a piece of land and a house for everyone. The alternative solution, that was mentioned, was replacing one family housing by different kind of architecture ( e.g. Gestapelte Einfamilienhäuser (ARTEC, „Bremer Stadtmusikanten“).

    One important aspect, when talking about sustainability, is the connection between people and nature. In increasingly urbanized cities more and more people are starting to appreciate it and it is clear that people cannot leave without the exposure to the natural world and need it for their psychological wellbeing.

    And the point when architects say that a piece of land can be replaced by a 2 meter concrete balcony is, in my opinion, not well or not completely thought through. One family housing should of course be replaced, and 2 meter concrete balcony is of course better than a cube concrete cell with small windows, but if the urbanization will continue in that way that it would replace every piece of free green space of land into a concrete “stacked one family housing”, we would be left with an artificial surrounding and an everyday depression.

    • Avatar von r1047337

      Kommentar 2 r1047337

      Is it really that necessary for every individual to have it’s own private garden? I think ARTEC’s project ‚Bremer Stadtmusikanten‘ is an interesting project. The criticized model of a freestanding villa + garden was developed quite long ago in Roman times, then further developed in Renaissance (Palladio, Alberti ….) and then idealized in Modernism ( S. G. : ‚Licht, Luft, Sonne‘).
      I think especially the comparison of Ebenezer Howard’s model of a garden City with L.C’s. Ville Radieuse is interesting in this case. The garden city, as the role model of todays suburban villas tries to reunite the human with nature after industrialization in so far that each individual has his own piece of green. In contrast to to that reformistic model, in ville radieuse which is made from apartment blocks LC is densifying the housing to point-housing and touching as less ground as possible, therefore giving a huge community a big outdoor space. I think recreation can take place in communal parks/in nature. One just have to keep in mind that communal outdoor spaces have to be financed by authorities and especially be prevented from construction. Of course this model would only work with social justice.

      • Avatar von Polina Alexeeva_R1028974

        Of course recreation could take place in communal public parks and spaces, which is anyway happening, because in highly urbanized cities there is no other possibility for people, and of course this spaces certainly should be “prevented from construction and financed by authorities”. The only question that I have about this, is how much value do this public spaces really bring into peoples life, can you really call them “relaxation or recreational spaces”? And why concrete “building” blocks with small rectangular concrete flats do not have “recreational spaces”? Even maybe communal recreational open spaces within the building itself ? Why is our “home ” or flat build in that way that you are not even able to “recreate” or relax in it?

        People use balconies constantly if they are smoking, if not they will use this 2 meter balcony as a storage space to keep all the things that they really don’t use, but too afraid to throw away. So unless it’s a big terrace, spacious enough for a table, couple of chairs and some vegetation, (which 70% of society cannot afford our days), they will not know how to use this space in a recreational sense.

        And I think L.C. vision of the ideal city (Ville Radieuse) and overall the idea of “touching as less ground as possible” to enlarge outdoor space is great. However most public outdoor communal relaxation recreational spaces or parks or gardens in highly urbanized cities , like for example New York, do not really give the people an opportunity to recreate or relax and to do the things which this spaces tend to be made for.

        For example the Aldo van Eyck “Dijkstraat playground” build in Amsterdam after the Second World War is a playground for children where they supposed to “feel free and not enclosed or controlled”. Of course it is better than children playing near the roads with huge traffic, and it’s a bit better than sitting at home in a closed concrete rectangular space, as at least there children can breathe “fresh air”. But is it really recreational and relaxation space which is bordered by 4 huge concrete walls from the other buildings? Do children really feel free and not enclosed? Can they really explore or learn something by being always surrounded by concrete?

        Would it be maybe different if buildings would have an open floor with communal open space and natural surrounding.. just on different levels ?

  44. Avatar von Polina Alexeeva_R1028974

    Sustainable greening

    There are (two) different ways in which architects are greening the existing cube concrete cells our days. First way, mentioned by Thomas Proksch, is for example a “sustainable” green wall or vertical garden by Frenchman Patrick Blanc near the Danube channel in Vienna. Which was described as very expensive and not really “sustainable” way as all the plants brought from different regions are dying and not really able to grow properly and stay healthy . The second way mentioned was, for example Ökopark Laxenburg or Gebirgsresort Werfenweng, described as not as expensive and more “sustainable” ways.

    But by looking at how nature is able to “green” even “not greenable” spaces (like vegetation sometimes growing in between small cracks of the asphalt on the city streets, or how old not anymore used or maintained buildings usually become a small forest after some time), I think that “sustainable” greening (maybe) can be done by itself if people would not be afraid of the nature and would just let it (grow when it grows!) take its own course, instead of clearing it out or “fertilizing and nurturing it”, as it can do its own things on its own, if people would just let it happen. People love going to vacation to see nature, and they don’t like to stay in their closed concrete cells, but when they see a small unexpected plant that was brought by wind (clever nature) on their balcony or in their beautiful nurtured pot with artificial flowers, they just rip it out, because “ this ugly plant does not fit to the design of their perfectly maintained balcony or pot”. Which I do not understand.
    I think that a clever thing to do would be maybe to nurture nature not in artificial way but nurture it in a way to just let it do what it does. And that would be in my opinion a sustainable greening.

  45. Avatar von Anna Aichinger

    (2) Peter Drucker – The Next Society (2001)

    US-American business commentator Drucker makes various predictions about the expected (business) environment of the near future. As can be seen in the survey excerpt below, in taking an almost exclusively western perspective, he puts very little emphasis on sociopolitical issues that are not perceived as impacting directly upon the northern hemisphere, and no discussion of wider environmental or social issues:

    “ […] (1) the implications of the demographic shift to a much older population in so-called ‘developed’ countries; (2) the expansion of the ‘knowledge society’, the knowledge-based economy and the rise in status of ‘knowledge technologists’ – “computer technicians, software designers, analysts in clinical labs, manufacturing technologists, paralegals”; (3) a fall in the status of manufacturing, leading to a probable increase in protectionism, contrary to the expectations of the current enthusiasm for ‘globalisation’ and free-trade; (4) and major changes in the role and nature of corporations and other organisations.”

    (Peter Drucker, The Next Society: a survey of the near future, The Economist, Vol. 361, No. 8246, 3-9 November 2001)

  46. Avatar von r9671330

    AGBOGBLOSHIE

    
Agbogbloshie – ein Elektronik Friedhof, in den Vororten von Accra, Ghana.

    
Ende der 90er wurde begonnen funktionierende, second-hand Computer aus dem Westen nach Ghana zu schicken, “to bridge the digital divide”. 

    Mit der Zeit kehrte sich die Gültigkeit dieser “Spenden” um: da es teuer ist, Elektronik Geräte zu recyceln, werden sie (in unbrauchbarem Zustand) unter dem Deckmantel einer Spende nach Ghana exportiert, wo sie dann eben in Agbogbloshie enden.

    
Die Bewohner der Gegend leben von dem E-Müll – sie durchforsten ihn, zerschmelzen das Plastik, um an die Metalle – vor allem Kupfer – in den Geräten zu gelangen, um es dann verkaufen zu können. Bei der Verbrennung werden unter anderem Blei und Quecksilber freigesetzt. Die freigesetzten Gifte sind in den Boden, die Luft und das Wasser eingedrungen – die Lebenserwartung dort Lebender 5-Jährige ist Rund 30 Jahre.

    Sind wir mittlerweile wirklich so geizig, so unverfroren, so verantwortungslos das wir uns nicht einmal mehr um unseren eigenen Müll kümmern können ? 



  47. Avatar von r1270014

    NATUR

    Vielleicht erwartet uns eine Zukunft, in der wir alles in der Natur kontrollieren werden – die Bäume werden für uns die Strassen beleuchten, Bakterien und Algen unsere Kleidung produzieren, an die dann die Solarzellen angebracht werden um unseren Smartphone aufladen zu können, mit dem wir wiederum diese künstiche Welt steuern werden. Die Autos werden zersetzbar produziert und die Käfer so gezüchtet, dass sie den saueren Boden neutralizieren können. Bakterien werden zur Diagnose veschiedener Krankheiten dienen, in dem sie unseren Stuhlgang verfärben und Bakterien werden sogar den Zerfall von Venedig verhindern können. Das gibt es schon alles, es müsste nur in die Massenproduktion kommen und sich unter den Leuten verbreiten. (Quelle: Dezeen.com/minifrontiers)
    Kann man wirklich glauben, dass die Natur in die Richtung steuerbar werden soll, die uns gerade gefällt? Sind die Menschen scon so weit, dass wir die Welt immer vernünftig und aufgeklärt verwalten werden?

  48. Avatar von Kai Trausenegger - 0926184

    Zur Diskussion über das Tätigkeitsfeld eines Architekten

    Philosophen, Soziologen und Esoteriker sollen in Zukunft auch im Architekturbüro sitzen. Ist auch gut so, dann gäbs wenigstens wieder besser Jobaussichten für geistes und sozialwissenschaftliche Studienabgänger

  49. Avatar von r9671330

    STADT – LAND
    Seit 2009 ist die Anzahl der Menschen die weltweit in Städten wohnt größer, als die der Menschen in ländlichen Gebieten.
    Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) haben mit Satelliten die gesamte Welt vermessen und daraus Karten erstellt, auf denen man die besiedelten Flächen ablesen kann.

    Die Siedlungen beschreiben nicht nur sich selbst, sondern auch das, was sie umgibt ihr topographischer, natürlicher Kontext wird sichtbar. Einerseits besetzen, belagern und ersetzen sie die Natur – anderseits werden sie von ihr begrenzt, gebremst.

    http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10212/332_read-10750/year-all/#/gallery/15297

  50. Avatar von r9671330

    An excerpt from Saskia Sassen’s Essay “Cities are at the center of our environmental future” (2009) in which it is argued that the complex systemic and multi-scalar capacities of cities provide great potentials for establishing environmental sustainability.

    “…
    The massive processes of urbanization under way today are inevitably at the center of the environmental future. It is through cities and vast urban agglomerations that mankind is increasingly present in the planet and through which it mediates its relationship to the various stocks and flows of environmental capital.
    
…

    There is now a set of global ecological conditions that have never been seen before. Major cities have become distinct socio-ecological systems with a planetary reach. Cities have a pronounced effect on traditional rural economies and their long-standing cultural adaptation to biological diversity. Rural populations have become consumers of products produced in the industrial economy, which is much less sensitive to biological diversity.
    
…

    Are these global ecological conditions the results of urban agglomeration and density or are they the results of the specific types of urban systems that we have developed to handle transport, waste disposal, building, heating and cooling, food provision, and the industrial processes by which we extract, grow, make, package, distribute, and dispose of the foods, services and materials that we use?


    
It is now imperative to make cities and urbanization part of the solution. We need to use and build upon those features of cities that can re-orient the material and organizational ecologies of cities to positive interactions with nature’s ecologies.
    
…
    
Of particular relevance is the notion that complex systems are multi-scalar systems, as opposed to multilevel systems, and that the complexity resides precisely in the relationships among scales. Understanding how tensions among scales might be operating in the context of the city might strengthen the analysis of environmental damages associated with urbanization, and the ways in which cities provide solutions.
    
…
    
The foregoing brings out the multiple ways in which the city scale is present. The city is a multi-scalar system by virtue of what instantiates there and of the different policy frameworks that operate in cities—national, supranational, sub-national. The circular logic that environmentalists want to introduce in the functioning of cities (i.e., maximum re-use of outputs to minimize waste) will entail spatial circuits that operate on different scales. Some will be internal to households, others will be city wide and yet others will reach beyond the city and extend through locations around the globe.”



    http://sapiens.revues.org/948

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