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Arno Ritter – Wie seit langem erwartet wurde Rem Koolhaas zum Kurator der Architekturbiennale 2014 ernannt. Als Player im globalen Architekturdiskurs überraschte so Manchen sein scheinbar retrospektives Konzept, das die kritische Aufarbeitung der vergangenen hundert Jahre Architekturgeschichte zum Ziel hat, und die fundamentale Frage stellt, wie es dazu kommen konnte, dass sich die national identifizierbaren Bewegungen der Zwischenkriegszeit heute zu einem global austauschbaren „Stil“ entwickeln konnten und damit eine „nationale Identität offensichtlich der Modernität geopfert“ wurde. Seine geniale Strategie, über den Umweg der jeweils nationalen Aufarbeitungen eine selbstreflexive „Weltausstellung“ der Architektur zu generieren, indem er zur Befragung der je eigenen Architekturgeschichte auffordert, besticht und trifft subtil die blinden Flecken des derzeitigen globalen Diskurses. Auf Österreich umgelegt sei allen empfohlen wieder einmal Josef Frank, Roland Rainer und Hermann Czech zu lesen, jene selbstreflexiven Architekten, die im Sinne der Moderne gegen ihre inhaltliche Verflachung anschrieben.

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Autor
Arno Ritter, AUT

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