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salzburg foto; bernhard jenny

Nur Unabhängigkeit liefert die beste Qualität

3 Kommentare

Zur Besetzung von Wettbewerbsjurien bei Architekturwettbewerben

Vor wenigen Wochen entflammte eine mediale Diskussion bezüglich der Unabhängigkeit von WettbewerbsjurorInnen in der Stadt Salzburg. Die Entsendung von JurorInnen durch die Sachverständigengremien der Stadt Salzburg und deren Bezahlung von Seiten des Bauherren wurde als Befangenheit der Personen und als Garant für die weitere unkomplizierte Genehmigung des jeweiligen Projekts gewertet. So wurde dem Laien eine schiefe Optik bezüglich Juryentscheidungen vermittelt, ohne die Professionalität der Handelnden Personen aufzuzeigen.

Um nun auch in Zukunft die Sachverständigenkommission und den Gestaltungsbeirat als adäquates Mittel zur Bestärkung der architektonischen Qualität in der Stadt Salzburg zu bewahren, schlägt die Kammer der Architekten und für Oberösterreich und Salzburg folgende Punkte vor:

·    Diese beiden Gremien sollen besondere Projekte unterstützen und die Funktion der fachlichen Beurteilung wahrnehmen

·    Die Befassung mit den Ausschreibungsunterlagen und die Beurteilung des B-Teils (fachlicher Teil) von Wettbewerbsunterlagen sollen die Prioritäten dieser Expertengruppen darstellen

·    Eine absolute Transparenz in diesen Kommissionen muss gegeben sein (nur öffentliche Tagesordnungspunkte, keine TeilnehmerInnennennungen von Beiratsmitgliedern, wenn diese in dem Verfahren als JurorInnen tätig werden etc.)

·    Damit bereits im Wettbewerbsverfahren eine Vorbegutachtung bezüglich der späteren Genehmigungsfähigkeit erfolgen kann, sollte je ein Mitglied der SVK und des Gestaltungsbeirates an einer Wettbewerbsjury teilnehmen. Um jeglichen Anschein von Befangenheiten zu vermeiden, sollte der Zeitaufwand dieser Juroren (als Gutachter) jedoch von der entsendenden Institution entschädigt werden.

Nur solche gesetzlichen Grundlagen sichern die Baukultur in der Stadt Salzburg und erhalten den Architekturwettbewerb auch in Zukunft, als bestes Mittel der Projektfindung, attraktiv und sinnhaft ohne auch nur den kleinsten Anschein einer nicht korrekten Vorgangsweise zu vermitteln.

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Autor:
Günther Dollnig / Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Oberösterreich und Salzburg
Geschäftsstelle Salzburg

3 Kommentare zu “Nur Unabhängigkeit liefert die beste Qualität

  1. die verschwiegene und zu allen zukunfsthemen schweigsame standesvertretung trägt sich wieder damit den SCHEIN zum SEIN zu argumentieren

    1. wirklich unabhängig ist der URHEBER – vor dem bauzustand – da noch anonym
    2. wenn ihn nicht schon ein bauträger trägt
    3. SCHEINBAR unabhängig sind die QUALI-RITTER QUALI-FRÄULEINS und QUALI-KNAPPEN in den jeweiligen RÄTEN und PREISGERICHTEN in ihrer gleichbleibenden eher schon diktatorischen vernetzungsstrategie
    4. SCHEINBAR ist auch die vom ihnen einhergebrachte ENTSCHEID-QUALI die international formatiert ist
    5. nun fühlt sich der STAND – mit seiner momentanen vertretung – bemüßigt den SCHEIN zum SEIN zu verdrehen obwohl er sich insgeheim seiner sache nicht ganz sicher zu sein SCHEINT
    6. eine thematische unsicherheit ist spürbar

    das URHEBERRECHT des PLANERS schafft UNABHÄNGIGKEIT
    die RICHTERinnen über die URHEBERin suchen dann nach einer QUALI die absolut subjektiv aber auch in weiterer folge kollektiv erwirtschaftet wird und aus netzwerkgründen werden muß
    eine SCHEINBARE interpretation einer gruppe die mit unabhängigkeit nicht das geringste zu tun hat denn ihr BREVIER müßte – zb in einem wettbewerbsverfahren – die ausschreibung sein
    – aus erfahrung haben gerade hohe herrschaften diesbezüglich eine große LESESCHWÄCHE –
    dann wird durch ein unverständliches vokabular – das oft sogar den URHEBER in erstaunen versetzt – der SCHEIN zum SEIN erhoben

    der unabhängige URHEBER sieht sich wie immer nicht nur nicht den unerledigten derivaten einer nicht nur in salzburg nicht funktionierenden STADTPLANUNG – in alle richtungen – ausgesetzt sondern muß selbst den SCHEIN wahren um zu überleben und ist somit in seinem SEIN weitgehend beschnitten

    „ wir bauen um zu bauen“
    diesem – von MAX RIEDER – formulierten arbeitszustand kann man nur beipflichten

  2. leicht offtopic aber in den blog hier sollte es passen:

    http://occupygeziarchitecture.tumblr.com/

  3. Das Crux einer Standesvertretung ist, dass diese nur abstrakte und wenig konkrete Qualitätsansprüche und Kriterien fordern kann. Es sind doch alle Kammermitgliederund deshalb eine „Mitte der Gesellschaft“ wie eben Interessensvertretungen sind: Engagagierte, Zwangsverpflichteteund Mitläufer, Frustierte und Unfähige.
    Mangels interner Verständigungsprozesse und vorherrschender Konkurrenzkultur ist man in wesentlichen Belangen puffernd statt bewegend. Es bräuchte eine einfachendere Dynamik anstatt politischer Repräsentation dann würde man auch gedanklich mehr Gewicht und Relevanz entfalten. Die umgesetzten Handlungen werden leider immer relevant und für lange Zeit unveränderlich/immobil. Mehr denken, mehr fordern und sorgfältiger umsetzen bzw. weniger den Erfüllungsgehilfen erbringen, das sind dei wahren Zukunften der nachhaltigen Architektur.

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