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Foto: Literaturhaus Salzburg, creative commons licence by nc nd


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Gauß: Roma bedürfen unserer Hilfe, nicht der Entmündigung

Auf meinen Reisen durch die Länder Osteuropas habe ich es mit linken Künstlern und rechten Intellektuellen, mit nationalen, liberalen, sozialistischen Leuten zu tun bekommen und den Eindruck gewonnen, das Einzige, was sie alle eint, das ist die gemeinsame Verachtung der Roma, nein, der Hass gegen sie. Was die Roma auch tun, ob sie betteln oder die Straßen fegen, als Tagelöhner auf dem verödeten Land ihr karges Auskommen finden oder in den Städten zu einigem Wohlstand gekommen sind: man wirft es ihnen immer vor, ihre Armut und ihren Wohlstand, ihre Randständigkeit und ihren Erfolg. Weiterlesen

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Karl-Markus Gauß: Plädoyer für die wandernde Kulturhauptstadt

Zsolt Bayer, der Ideologe der ungarischen Regierungspartei Fidesz und deren historisches Parteimitglied mit der Nummer Fünf, hat die Roma vor einiger Zeit als „Tiere“ bezeichnet, „unwürdig mit Menschen zu leben“. In Rumänien hat der letzte, im Westen wohl angesehene Staatspräsident Trajan Basescu verlangt, das Wort „Zigeuner“ wieder als offizielle Bezeichnung der Volksgruppe einzuführen, weil „Roma“ und „Romani“ zu ähnlich klängen, weswegen die anständigen Rumänen Gefahr liefen, außerhalb ihres Landes mit den dreckigen Roma identifiziert zu werden. Der tschechische Abgeordnete Jiri Sulc wiederum hat im Parlament in Prag gefordert, die Roma nach Haiti zu deportieren, und zwar, wie er höhnisch anfügte, als europäische Wiederaufbauhilfe für das durch das Erdbeben verwüstete Land: „Hilfe für Haiti – wir schicken 200.000 neue Haitianer.“ Weiterlesen